Kein Interesse mehr an Kohlekraftwerk

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Mühldorf (MA) - Das Aus für das Steinkohlekraftwerk in Lubmin an der Ostseeküste trifft die Mühldorfer Stadtwerke nicht.

Nach Angaben von Stadtwerkegeschäftsführer Stephan Rösner haben die Stadtwerke ihr Bemühen um eine Beteiligung an dem Kraftwerk bereits vor Wochen beendet

"Wir haben die Aussicht auf einen Bau als gering angesehen, weil sich das Genehmigungsverfahren als sehr schwierig erwies", sagte Rösner auf Anfrage. Von Anfang an hatten Umweltschützer massive Bedenken gegen den Bau des Steinkohlekraftwerks auf dem Gelände eines ehemaligen Atomkkraftwerks geäußert. Das hat jetzt auch der dänische Konzern Dong Energy so gesehen und Ende der vergangenen Woche das Aus für den Bau verkündet.

Das Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 1600 Megawatt hätte 2,3 Milliarden Euro kosten sollen. Die Stadtwerken verlieren durch ihren Rückzug und dem Aus für den Bau nach Angaben Rösners eine "geringen Betrag", den sie im Rahmen des Genehmigungsverfahren bezahlen mussten. Die Höhe der Zahlung habe sich am gewünschten Anteil der Stadtwerke von einem Megawatt an den 1600 Megawatt Gesamtleistung orientiert. Die genaue Höhe wollte Rösner nicht beziffern.

Grundsätzlich halten die Stadtwerke an ihrem Wunsch fest, sich stärker an der Erzeugung von Strom zu beteiligen, allerdings verstärkt unter regionalen und ökologischen Gesichtspunkten. So gebe es Gespräche mit größeren Stadtwerken, die selbst Kraftwerke bauen. Auch die Beteiligung an einer Windkraftanlage an der Nord- oder Ostsee sei denkbar. Eine Absage erteilte Rösner erneut einer Finanzbeteiligung an den Innkraftwerken. Die Stadtwerke würden dort nur investieren, wenn sie dadurch direkt von der Stromerzeugung profitierten. Danach sehe es derzeit aber nicht aus.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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