"Ran an die Gesundheit"

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Sie konnten sich über einen mehr als gelungenen Männergesundheitstag freuen. Von links: Dr. Hans Göttinger, Staatsminister Dr. Marcel Huber, Bürgermeister Günther Knoblauch und Dr. Edwin Hungerhuber.

Mühldorf - Bayerns Männer sollen gesünder werden. Dies betonte Dr. Marcel Huber, Gesundheitsminister, beim ersten Männergesundheitstag im Mühldofer Haberkasten.

Die vier Ärzte Dr. Hans Göttinger, Dr. Edwin Hungerhuber, Dr. Peter Widmann und Dr. Nenad Djakovic von der Urologischen Gemeinschaftspraxis in Mühldorf waren vom Zuspruch dieser Veranstaltung im Mühldorfer Haberkasten echt überrascht. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die vielen Besucher bekamen in einem umfangreichen Programm viele Informationen über Prävention und Vorsorge sowie über die Therapie häufiger und urologischer Erkrankungen. In Vorträgen wurden das Herz-Kreislauf-System, der Magen-Darm-Trakt und das Burnout- Syndrom beleuchtet.

"Wir wollen allen Männern zeigen, dass es kein Zeichen von Schwäche ist, wenn sie sich um ihre Gesundheit kümmern. Ziel ist es, die Männer zu informieren, zu motivieren und zu aktivieren - für eine bessere Gesundheit", so Huber. Der erste bayerische Männergesundheitsbericht zeigt: Männer leben durchschnittlich fünf Jahre kürzer als Frauen. Sie sind häufiger und früher etwa von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes betroffen, Herzinfarkte treten bei Männern im Schnitt zehn Jahre früher auf als bei Frauen.

Die häufigsten Krankheiten der Männer: 26 Prozent leiden an Bluthochdruck, 21,9 Prozent an erhöhten Blutfettwerten, 15,1 Prozent an chronischen Rückenschmerzen, 7,1 Prozent an Diabetes, bei den über 65-Jährigen sind es sogar 22,7 Prozent. Der Grund dafür ist häufig eine ungesündere Lebensweise: zu wenig Bewegung, unausgewogene Ernährung, zu viel Alkohol und Rauchen.

Und: Gerade einmal 25 Prozent der Männer nehmen die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen wahr, bei den Frauen sind es 60 Prozent. "Viele Erkrankungen sind durch einen gesunden Lebensstil und eine rechtzeitige Diagnose vermeidbar beziehungsweise gut therapierbar. Wer sich ausgewogen ernährt und regelmäßig bewegt, steigert seine Lebensqualität und Lebenserwartung. Das wollen wir verstärkt ins Bewusstsein der Männer rücken", betonte Huber.

Bürgermeister Günther Knoblauch stellte in seinem Grußwort heraus, dass es in Mühldorf hervorragende Ärzte gäbe. "Wir Männer sollten über unsere Gesundheit nachdenken und zur Vorsorgeuntersuchung gehen", sagte Knoblauch. Er betonte die Verantwortung, die Männer gegenüber ihrer Familie hätten. "Die Früherkennung kann mache Krankheit in einem Stadium erkennen, bei der noch eine sehr gute Chance auf Heilung besteht", erläuterte der Bürgermeister.

Dr. Wolfgang Richter, Chefarzt und Ärtzlicher Direktor der Mühldorfer Kreiskliniken, stellte das gute Verhältnis der Klinik mit den niedergelassenen Ärzten heraus. "Unser Aufgabe muss es sein. Vertrauen zu bilden und auch auf die Seele unserer Patienten zu achten", stellte Dr. Richter heraus. Der Chefarzt würdigte die hervorragende Arbeit der Urologsichen Gemeinschaftspraxis in Mühldorf und in der Kreisklinik. "Sie tragen ganz entscheidend zum hohen Qualitätsanspruch unseres Hauses bei", betonte Dr. Richter.

Die Besucher des Männergesundheitstages bekamen zudem ein breites Informationsspektrum in Form von Ausstellungen im ersten Stock des Haberkastens geboten. Viele nutzen die Gelegenheit zu einer persönlichen Beratung sowie einen kostenfreien Bluttest für PSA zur Prostatakrebs-Früherkennung.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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