Eine neue Zille quert den Inn

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Bürgermeister Günther Knoblauch wusste den Anlass gebührend zu feiern.

Mühldorf - Ab sofort schippert eine neue Fähre in Mühldorf über den Inn. Wenn die Josef III. ihre Passagiere an Bord nimmt, setzt sie eine bereits 140 Jahre alte Tradition der Stadt am Inn fort.

Mit der neuen Josef III. setzt die Stadt Mühldorf ihre Tradition des Fährbetriebs auf dem Inn fort. Die elf Meter lange Zille aus Lärchenholz ist die vorletzte ihrer Art auf dem Inn, nur in Kiefersfelden fährt noch ein ähnliches Schifferl.

Seit 140 Jahren gibt es die Überfahrt in Mühldorf, seit 1977 betreiben sie die Stadtwerke, um den Stadtkern mit dem Naherholungsgebiet Starkheim zu verbinden. Nur die Strömung treibt die neue Treidelfähre an. Fährmann Sepp Loibl sorgte bei der frostigen Junfernfahrt am Mittwoch lediglich dafür, dass die Josef III. den Bug auch sauber in die Strömung hält.

Benannt ist die neue Zille nach Mühldorfs Altbürgermeister und Ehrenbürger Josef Federer. Mit der Josef III. quert jetzt schon die vierte städtische Zille den Inn. Nach 16 Jahren haben die Stadtwerke die Josef II. ausgemustert und durch das neue Schiff ersetzt. Es wiegt 1,8 Tonnen und kann mit seinen elf Metern Länge und 2,95 Metern Breite 21 Personen befördern. Die Fährleute Hermann Brandl, Sepp Loibl und Christian Blackenberger setzen zu einem wirklich geringen Preis jährlich bis zu 4000 Fahrgäste über, Hunde und Fahrräder sind frei. 20.000 Euro haben die Stadtwerke investiert, um die kleine touristische Attraktion im 141. Jahr ihrer Geschichte aufrecht erhalten zu können.

Neue Fähre am Inn

hon (Mühldorfer Anzeiger)

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