3036 Frauen und Männer ohne Arbeit

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Mühldorf - Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Mühldorf ist im August erneut um 185 auf 3036 Personen angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr waren 497 oder 20 Prozent mehr Arbeitslose registriert.

1306 arbeitslose Menschen wurden von der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III), 1730 von der Arbeitsgemeinschaft Mühldorf (Rechtskreis SGB II) betreut.

Die Arbeitslosenquote lag bei 5,3 Prozent und ist somit gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozentpunkte gestiegen. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote noch bei 4,5 Prozent. Im August meldeten sich 832 Personen arbeitslos, 71 oder neun Prozent mehr als im Vormonat, 109 oder 15 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Im gleichen Zeitraum konnten 646 Personen die Arbeitslosigkeit beenden, 27 oder rund vier Prozent mehr als im August 2008.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen bewegte sich im August mit 737 in etwa auf dem Niveau des Vormonats. Gegenüber August 2008 ist ein Rückgang um 186 oder 20 Prozent zu verzeichnen. Bei diesem Personenkreis wirkt die gute Entwicklung vor Eintritt der Finanzkrise immer noch nach. 508 Arbeitslose gehören dem Personenkreis der Jüngeren unter 25 Jahre an, dies ist eine Steigerung um 132 oder 35 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Im Vergleich zum August 2008 ist die Arbeitslosigkeit um 125 Personen oder 33 Prozent gestiegen. Auch im Landkreis Mühldorf ist die Arbeitslosigkeit der jüngeren Menschen überproportional angestiegen, weil dieser Personenkreis in Zeiten der Krise zuerst entlassen wird. Hinzu kommen aktuell nicht wenige Jugendliche, die nach Abschluss ihrer Berufsausbildung nicht nahtlos in ein Arbeitsverhältnis übernommen wurden.

Die Arbeitslosigkeit der Älteren ab 50 Jahren lag im August mit 750 in etwa auf dem Niveau des Vormonats (749). Gegenüber dem Vorjahreswert ist ein Anstieg um 115 oder 18 Prozent zu verzeichnen.

Im Landkreis Mühldorf ist der Stellenbestand gegenüber dem Vormonat leicht zurückgegangen. Im Berichtsmonat waren 410 Stellen im Bestand, was einem Rückgang von 27 oder sechs Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es um 147 Stellen oder 26 Prozent weniger.

Die Stellenzugänge im Landkreis Mühldorf kamen in erster Linie aus dem Bauund Baunebengewerbe, dem Handwerk sowie aus dem Bereich der Gesundheits- und Sozialberufe. Deutliche Rückgänge dagegen sind weiterhin im verarbeitenden Bereich und hier insbesondere bei Firmen mit einer starken Exportorientierung zu verbuchen.

"Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im August ist ein jährlich wiederkehrendes Phänomen. Die diesjährige Zunahme geht jedoch aufgrund der schwächeren konjunkturellen Situation erkennbar über die Werte der vergangenen Jahre hinaus, " erläutert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen die neuen Zahlen vom Arbeitsmarkt. "Noch deutlicher werden die Folgen der Finanzmarktkrise für den Arbeitsmarkt sichtbar, wenn man die Zunahme der Arbeitslosigkeit um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr betrachtet."

sb/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

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