Mühldorf: Reifen zerstochen, Auto abgefackelt

Ein Verdächtiger im Fokus der Ermittlungen

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Vier mal an zwei Autos zu verschiedenen Tageszeiten an verschiedenen Stellen. "Das kann kein Zufall sein"

Mühldorf - Wie es sich für Geschädigte anfühlt, auf die Ergebnisse der Ermittlungen durch die Polizei warten zu müssen, ist wohl kaum vorstellbar.

Beweise sammeln, sie auswerten und den Täter damit überführen“. Das ist Polizeiarbeit. Klingt einfach, ist es aber nicht, jedenfalls nicht immer. Wie sich das für die Geschädigten anfühlt, ist kaum vorstellbar. Wenigstens im bisher letzten Fall von Familie Ökmen aus Mühldorf scheinen sich die Beweise jetzt allerdings zu verdichten, während die Ermittlungen aufgrund vorangegangener Anzeigen gegen Unbekannt der Reihe nach eingestellt werden.

"Das kann kein Zufall sein"

Es ist dies das vierte Mal, dass man Familie Ökmen aus Mühldorf die Reifen zerstochen hat

Zehn zerstochene Reifen aus insgesamt vier Fällen, an zwei verschiedenen Autos zu verschiedenen Tageszeiten an verschiedenen Orten. Aber immer traf es Familie Ökmen. „Das kann kein Zufall sein“, erklärte Mahtum Ökmen bereits Mitte April gegenüber innsalzach24.de. Zuletzt sei seine Tochter mit einem weißen Renault nur mal schnell zum Globus gefahren. Zehn Minuten später zurück am Auto: drei Reifen zerstochen.

„Wir sind hilflos und fühlen uns verfolgt“

Kurz in den Globus und zehn Minuten später: drei Reifen zerstochen

Wer könnte diese Aussage nicht nachvollziehen: Anzeige um Anzeige aber kein Ergebnis, im Gegenteil: Wenige Tage vor den zerstochenen Reifen am weißen Renault, der für wenige Minuten vor dem Globus geparkt war, hatte die Familie Post von der Staatsanwaltschaft bekommen. Inhalt: Die Ermittlungen im Fall der ersten Reifenstecherei wurden eingestellt. Eine weitere Einstellung wird in den kommenden Wochen folgen.

Verdacht aber kein Sachbeweis

Trauriger Höhepunkt: Der weiße Renault Kangoo ist völlig ausgebrannt

Sie hätten da so einen Verdacht, so Mahtum Ökmen. Die Antwort der zuständigen Polizeiinspektion: „Es fehlt der Sachbeweis“. Anfang Juli dann der Höhepunkt: Da hat doch anscheinend wirklich jemand das Auto der Familie Ökmen – hier handelte es sich um einen weißen Renault Kangoo – auf ihrem eigenen Grund und Boden angesteckt

Bilder vom ausgebrannten Auto

Ein Zeuge hatte vom Haus nebenan aus durch ein Fenster einen Mann beobachtet. Als er wenige Minuten später wieder aus dem Fenster schaute, brannte das Auto bereits.

Die Kripo Mühldorf rief anschließend weitere mögliche Zeugen auf, sich zu melden. Wie die Pressestelle des zuständigen Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd jüngst mitteilte, steht dieser Mann, den ein Zeuge gesehen hatte, im Fokus der Ermittlungen.Aktuell werden weitere Beweise gesammelt und ausgewertet.

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