Kein Sprint, sondern eher ein Langstreckenlauf

Berufliche Integration von Flüchtlingen braucht Zeit

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Mühldorf - Die berufliche Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt war das Thema einer Veranstaltung des Landkreises für Unternehmer zusammen mit der Europäischen Metropolregion München EMM im Landkreis Mühldorf.

Landrat Huber appellierte in seiner Begrüßung an alle Teilnehmer: „Bleiben Sie weiterhin aktiv für unseren Landkreis, denn gemeinsam können wir Probleme viel besser angehen. Unterstützung für die alltäglichen Probleme bei der Thematik der Integration der Flüchtlinge in die Arbeitswelt kann ich Ihnen von Seiten des Landkreises in jeder Form zusichern.“ 

In mehreren Fachvorträgen der Netzwerkkoordinatorin Asyl im Landkreis Mühldorf, Christine Knoblauch, dem Leiter der Berufsschule I, Wolfgang Gaigl, dem Leiter des BSZ, Max Heimerl, der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein, Jutta Müller, dem Geschäftsführer des Jobcenters Mühldorf, Christian Girgnhuber, dem IHK-Geschäftsstellenleiter Herbert Prost mit der Integrationsberaterin Marie-Catherine Rausch, sowie dem Leiter des Bildungszentrums der HWK Jochen Englmeier wurde die große Bandbreite an zu berücksichtigenden Faktoren erkennbar, die bei diesem Thema eine Rolle spielt. 

Es wird einen langen Atem brauchen, bis berufliche Integration gelingen kann, das wurde bei den einzelnen Vorträgen deutlich. Jutta Müller fasste es in die Worte: „Die berufliche Integration wird nicht auf einem schnellen Weg passieren.Das wird kein Sprint, sondern eher ein Langstreckenlauf“. Deutlich wurde aber auch, wie hervorragend das Netzwerk zur beruflichen Integration im Landkreis Mühldorf bereits funktioniert. 

Berufliche Integration kann für beide Seiten gelingen

Laut Herrn Gaigl konnte zum Stand September insgesamt 380 jungen Flüchtlingen und Asylbewerbern ein schulisches Angebot gemacht werden, das auch weitestgehend angenommen wird. Damit wurde im Landkreis eine 100%-Versorgung der berufsschulpflichtigen Asylbewerber und Flüchtlinge im Alter bis 21 Jahren erreicht.

Hier galt der Dank aller Referenten vor allem auch den Unternehmen, die auf vorbildliche Art und Weise Praktikumsplätze, Ausbildungsplätze und Ersteinstiegsmaßnahmen bereitstellen, um die jungen Menschen auf Ihrem Weg in unsere Gesellschaft zu begleiten. Von den Erfahrungen aus der Praxis berichteten im Anschluss die Leitungen und Asylbewerber der Südostbayernbahn, Modepark Röther und Autohaus Kaiser. Es wurde deutlich, dass die berufliche Integration gelingen kann, und zwar für beide Seiten.

Pressemeldung Landratsamt Mühldorf

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