Mühldorf: "Da muss man was tun"

35.000 Euro für die Flutopfer in der Region Rottal-Inn!

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35.000 Euro kamen zusammen.

Mühldorf - "Da muss man was tun", sagte sein Sohn und Fatmir Agushi hat gehandelt und eine große Benefizveranstaltung zugunsten der Flutopfer in der Region Rottal-Inn aus dem Nichts auf die Beine gestellt.

Eigentlich sei es sein Sohn gewesen, der die Idee zur Benefizveranstaltung zugunsten der Flutopfer in der Region Rottal-Inn hatte, erzählt Organisator Fatmir Agushi. „Als wir im Fernsehen die schrecklichen Bilder sahen, sagte er: Papa, da muss man was tun!“. Gesagt ja aber getan war es damit aber noch lange nicht. Eine Veranstaltung wie diese will schließlich erst einmal organisiert sein. Am Ende sollten es 35.000 Euro werden, die an Spenden im Unertl Zelt auf dem Festplatz in Mühldorf am Samstag hereinkamen.

Bilder: Flutopfer-Benefiz-Veranstaltung im Unertl-Festzelt (1)

Eine Idee und ihre vielen Unterstützer

Die Sparkasse, die Firmen, die Stadt und nicht zu vergessen Radiomoderator Bernhard „Fleischi“ Fleischmann und die Stars von „Dahoam is Dahoam“ – fast schon nervös ist Fatmir Agushi im Gespräch mit innsalzach24.de an dieser Stelle. „Vielen Dank an alle“, sagt er. „Es sind so viele Helfer. Bitte seid mir nicht böse, wenn ich einen vergessen habe“. Tatsächlich ist es eine lange Liste. Da wären noch die Menschen hinter der Theke, denn auch kulinarisch war einiges geboten. Der Reinerlös ging natürlich auch in den Spendentopf und die Standbetreiber selbst haben natürlich aufgerundet.

Bilder: Flutopfer-Benefiz-Veranstaltung im Unertl-Festzelt (2)

Ein verheerender Anblick

Von der Situation vor Ort berichteten die Bürgermeister Klaus Schmid aus Simbach und Walter Czech aus Triftern: Häuser, die abgerissen werden müssen, Menschen, die alles verloren haben und nicht zu vergessen die dramatischen Stunden des Unglücks und die Situation in den Wochen und Monaten danach für eine ganze Region.

Rückblick: Fotos aus Simbach kurz nach der Katastrophe

Fotos am Donnerstag aus Simbach (1)

Fotos am Donnerstag aus Simbach (2)

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Staatliche Hilfen wurden versprochen, doch zwischen ihnen und den Betroffenen steht die Bürokratie mit ihren Gutachtern und Formularen. In Mühldorf konnte man, genau wie bei ähnlichen Veranstaltungen anderswo, ganz unbürokratisch helfen: Die Spenden gehen an die Stadt Simbach, den Markt Triftern sowie die Bürgerhilfe Anzenkirchen und kommen auf diesem kurzen Weg genau da an, wo man eben sofort Hilfe braucht.

Eine runde Sache

Ob Kleingeld aus dem Sparschwein, alte DM-Scheine bis hin zu Großspenden“, erklärte Stefan Bill, Vorstand der Sparkasse Altötting-Mühldorf, „wir nehmen alles“. Das Kreditinstitut hatte eigens für die Veranstaltung ein Spenden-Terminal im Festzelt der Brauerei Unertl eingerichtet.

Die wiederum hatte nicht nur das Zelt für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt sondern auch ein ganz besonderes Bier. Das hat es so vorher noch nicht gegeben. „Schwarz gebraut“, scherzte Heinrich Stadler, Braumeister beim Bräu im Moos und Schauspieler in der Serie „Dahoam is Dahoam“. Er und die Brunnerwirtin (Schauspielerin Ursula Erber) sowie der Brunnerwirt (Schauspieler Wilhelm Manske) signierten nach dem Kauf auf Wunsch die Flaschen „Kirchleitner Bier“, das in Wirklichkeit eben der Unertl aus Mühldorf braut.

So konnten die Fans ein ganz besonderes Andenken an diesen Abend und natürlich an ihre Serienstars mit nach Hause nehmen und gleichzeitig etwas Gutes tun. Der Reinerlös ging freilich auch in den Spendentopf.

Verschiedene Einlagen auf der Bühne, die „Derfi Musi“ aus Altmühldorf sowie die Städtische Musikschule und später am Abend Stimmungsmusik und Tanz vom „Fleischi“ – alles in allem war es eine Runde Sache. „Letztendlich geht es auch darum, dass das Leben weiter geht“, sagte Bürgermeisterin Marianne Zollner, die als Schirmherrin der Veranstaltung fungierte, „und da gehört Freunde und Spaß eben auch dazu“.

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