Modell für Zukunft der Gassen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Klaus Reichelt kennt die Vorzüge und Nachteile seiner Straße genau. Der Inhaber eines Fotogeschäfts ist überzeugt, dass die Gasse deutlich attraktiver werden kann.

Mühldorf - Die Neugestaltung der Ledererstraße soll das erste große Innenstadtvorhaben der Stadtgespräche werden. In einem ersten Schritt sollen Hausbesitzer eingebunden werden.

Mehr Lebensqualität und eine bessere Kundenfrequenz nennt Franz Wastlhuber als Ziel eine Neugestaltung der Ledererstraße. Wastlhuber, Sprecher der Projektgruppe Wirtschaftsflächenmanagement der Stadtgespräche, hält die Ledererstraße für besonders geeignet, um dort mit einer Belebung der Altstadtseitengassen zu beginnen. Die Hälfte aller Hausbesitzer habe am letzten Immobilienstammtisch teilgenommen, Interesse sei also da.

19 Hausbesitzer gibt es laut Wastlhuber in der Ledererstraße, einer von ihnen hat die Initiative für weitere Gespräch in die Hand genommen: Klaus Reichelt, Inhaber eines Fotogeschäfts, in der Ledererstraße will in den kommenden Wochen mit allen Hauseigentümern sprechen um auszuloten, welche Zukunftsperspektiven sie sehen. "Es ist besser mit den Eigentümern zu sprechen, bevor es eine Planung gibt." Das bestätigt Bürgermeister Günther Knoblauch. Wir wollen die Planung gemeinsam mit den Bürgern machen."

In den Gesprächen will Reichelt klären, welche Pläne die Eigentümer mit ihren Häuser haben, welche Wünsche sie an die Gestaltung der Straße haben, zu welchen Leistungen sie bereit sind. Thomas Lepping von TL-Kommunaldialog, der die Stadtgespräche moderiert, betont die Absicht, die Eigentümer einzubeziehen: "Wir wollen es zusammen angehen und keine Planung fertig vorsetzen." Die Bedingungen seien günstig, sagte er nach dem letzten Immobilienstammtisch: "Die Anwohner der Ledererstraße haben es begriffen."

Bürgermeister Günther Knoblauch bestätigte, dass heuer Geld für die Planung zur Verfügung stehen soll, etwa 25000 Euro werden es sein. Im Jahr 2012 sei dann die Sanierung des Straßenraums möglich. Dazu gehört die Sanierung des Kanals und anderer Leitungen im Boden.

Die Ledererstraße, das sagen Anwohner Reichelt und Moderator Lepping übereinstimmend, ist nur der Anfang. "Alle 'Seitenstraßen müssen ihre Attraktivität erhöhen", betont Reichelt und meint damit nicht in jedem Fall die Aufwertung als Geschäftsstraße. Er berichtet von einer kleinen Gasse, die Status als Wohnstraße verbessern möchte. Er rät Anwohnern und Hausbesitzern, sich zusammenzuschließen, so wie es in der Ledererstraße geschehen soll.

Franz Wastlhuber, im Hauptberuf Bänker, betont, dass die Städtebauförderung und der Freistaat auch privates Engagement fördern. "Das ergibt gute Möglichkeiten auf für Privatinvestoren", ist er sicher. Auch Lepping bestätigt: "Die Städtebauförderung hat Interesse signalisiert." Die Frage, ob die Städtebauförderung einsteigt und in welcher Höhe, wirkt sich auf die Kosten aus, die die Anwohner im Rahmen der Erschließungsbeiträge bezahlen müssen.

Beim nächsten Immobilienstammtisch Anfang Mai soll es genau um das Thema gehen: Zuschüsse von der Städtebauförderung.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser