Dank und Anerkennung für großes Engagement

Ordensverleihung im Gasthaus Kreuzer Wirt

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Emma Kneißl ist die einzige Frau, die ausgezeichnet wurde.

Mettenheim - Eine ausgesprochen feierliche Veranstaltung fand im Mettenheimer Gasthaus Kreuzer Wirt statt. Es wurden Menschen aus dem Landkreis geehrt, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl und die Gesellschaft verdient gemacht haben. 

Zur Feierstunde kam sowohl Landrat Georg Huber als auch Marcel Huber, seines Zeichens Bayerischer Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben. Sie erwiesen besonders engagierten Persönlichkeiten aus dem Landkreis die Ehre. Ganz besonderen Respekt zollten die Redner den Ehrengästen für ihren unermüdlichen Einsatz, dem sie zum großen Teil ihr eigenes Wohl sogar unterordnen.

Nur eine Frau wurde geehrt

Das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt erhielten Emma Kneißl aus Mettenheim und Josef Vorbuchner aus Erharting. Emma Kneißl ist die einzige Frau unter den Geehrten. Sie engagiert sich seit vielen Jahren inverschiedenen kirchlichen Organisationen. So gründete sie bereits 1970 die Frauengemeinschaft in Mettenheim und stand ihr von 1982 bis 1986 als Vorsitzende vor. Auf ihre Initiative hin wurden Seniorennachmittage eingeführt, die sie leitete und mitbetreut. Ebenfalls auf ihre Initiative hin wurde vor 30 Jahren der Frauensingkreis Mettenheim gegründet. Seit 1987 gehört Emma Kneißl dem Kirchenchor in Mettenheim an und ist seit 20 Jahren Mesnerin in Mettenheim.

Das bayerische Brauchtum liegt Vorbuchner besonders am Herzen

Josef Vorbuchner aus Erharting hat sich besonders um die Wiederbelebung, Erhaltung Pflege bayerischen Brauchtums verdient gemacht und tut dies immer noch. Im Jahre 1981 rief er den Erhartinger Stephanieumritt wieder ins Leben. Bei diesem Umritt am 26. Dezember stellen Kinder, Jugendliche und Erwachsene Szenen aus dem Leben von Heiligen dar. Der letzte Stephanieumritt in Erharting hatte zuvor 1955 stattgefunden. Deshalb stand man der Wiedereinführung des Umritts zuerst äußerst skeptisch gegenüber. Franz Vorbuchner musste sich gegen viel Widerstand durchsetzen. Trotzdem hielt er daran fest, obwohl er persönlich das volle Risiko trug, bis er 1988 den Verein für Brauchtumspflege gründete. 

Er stand dem Verein von der Gründung bis 2008 als 1. Vorsitzender vor. Die Umritte erfolgten 1982, 1983 und seitdem im zweijährigen Rhythmus und erfreuen sich stetig wachsender Beliebtheit. Der Erhartinger Stephanieumritt ist weit über die Grenzen des Landkreises Mühldorf am Inn bekannt und lockt jedes Mal T ausende von Zuschauern an. Im Rahmen des Vereins für Brauchtumspflege sorgte Vorbucher dafür, dass 1992 das große Erhartinger Karfreitagsgrab in der Pfarrkirche St. Peter und Paul wieder aufgebaut wurde.

Jakob-Felix Wlasiuk aus Haag durfte sich über das Ehrenzeichen für Verdienste um das Bayerische Rote Kreuz für seine langjährige Tätigkeit beim BRK freuen.

Gratulation zum Bundesverdienstkreuz

Landrat Georg Huber ist stolz auf die vielen engagierten Bürger in seinem Landkreis.

Der große Tag für Hermann Tischler aus Waldkraiburg liegt schon ein paar Monate zurück. Im April bekam er das Bundesverdienstkreuz am Bande, die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Tischler kann viele ehrenamtliche Tätigkeiten vorweisen: So ist er zum Beispiel seit 1982 Kirchenpfleger in der Evangelisch-Lutherischen-Kirchengemeinde Waldkraiburg, war von 1983 bis 2006 Mitglied und zeitweise Vorsitzender im IHK-Gremium Altötting-Mühldorf, Stadtführer für Waldkraiburg sowie Vorstandsmitglied im Anna-Hospiz-Verein im Landkreis Mühldorf.

Besonders hervorzuheben ist auch sein Engagement als ehrenamtlicher Handelsrichter am Landgericht Traunstein seit 1993 sowie sein kommunalpolitisches Engagement als ehrenamtliches Mitglied des Stadtrats seit 1996 und seine Mitgliedschaft im Kreistag des Landkreises Mühldorf a. Inn von 2002 bis 2008. Seit 2008 hilft er als Berufspate Jugendlichen an der Liszt-Mittelschule Wald-kraiburg bei der Berufsorientierung und Vermittlung von Ausbildungsstellen.

Weit über Bayerns Grenzen hinaus bekannt: Gustl Schenk

Dem langjährigen Waldkraiburger Stadtrat und Ex-Bürgermeister Gustl Schenk hat der bayerische Innenminister Joachim Herrmann die Medaille in Silber für besondere Verdienste um die Kommunale Selbstverwaltung verliehen. Schenk war Aufsichtsrat der Stadtwerke GmbH, Verbandsrat im Wasserbeseitigungszweckverband, Kreisrat und im Bauausschuss des Kreistags. Seit 2008 sitzt er im Aufsichtsrat der Stadtbau. Um nur einige seiner Tätigkeiten zu nennen. Darüber hinaus ist Gustl Schenk weit über Bayern hinaus als Volksschauspieler bekannt. Er gehört zum Ensemble der Steiner-Bühne.

Alfred Lantenhammer, Bürgermeister in Schönberg und stellvertretender Landrat im Landkreis Mühldorf, wurde im Juni dieses Jahres für sein Engagement für die deutsch-französische Freundschaft mit der Europamedaille ausgezeichnet, die ihm von der Europaabgeordneten Dr. Angelika Niebler überreicht wurde. Lantenhammer unterhält mit seinem Freund, dem „Elsassbäcker“ Toni Jung, enge Beziehungen zu mehreren Gemeinden und Geschichtsvereinen im Elsass zwischen Colmar und Rittershoffen, der Partnerstadt seiner Gemeinde.

Alexander Dell, Geprüfter Industriemeister der Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk aus Mühldorf, hat seine Abschlussprüfung bei der IHK als Jahrgangsbester seines Fachs abgeschlossen. Er wurde mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Es gratulierten ihm unter anderem der IHK-Präsident Eberhard Sasse und Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.

Quelle: Landratsamt Mühldorf am Inn

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