Mehr Tote, mehr Schwerverletzte

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Mühldorf - Der insgesamt negative Trend bei der Unfallentwicklung in Bayern im Jahr 2011 hat auch vor der Polizeiinspektion Mühldorf nicht Halt gemacht.

Die vorläufigen Zahlen sprechen von einem Anstieg bei den Toten von sieben auf neun und bei den Schwerverletzten von 52 auf 76 hin. Detaillierte Auswertungen über die Unfallursachen werden Ende Februar erwartet.

Die genauen Zahlen für den Monat Dezember liegen dagegen bereits vor. Im Bereich der Polizeiinspektion Mühldorf ereigneten sich demnach im Dezember 143 Verkehrsunfälle: Darunter waren 16 Unfälle mit Personenschäden, 44 Unfälle mit schwerem Sachschaden und 83 Kleinunfälle, davon 44 Wildunfälle. Bei diesen Unfällen wurden 19 Personen leicht und vier schwer verletzt.

Glücklicherweise waren im Dezember keine Verkehrstoten zu verzeichnen, im November waren noch zwei Tote nach einem Verkehrsunfall auf der B12 im Baustellenbereich der A94 zu beklagen.

Tödlicher Unfall auf der B12

Tödlicher Unfall - Weitere Fotos

Grund genug, um seitens der Polizei Mühldorf die Geschwindigkeits- und Überholverbotsüberwachung auf dieser Strecke zu intensivieren.

Bei den Unfallfluchten ist eine leichte Entspannung gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres gegeben, trotzdem entfernten sich immer noch 22 unverbesserliche Autofahrer von der Unfallstelle ohne sich um die angerichteten Schäden zu kümmern. Die ermittelten Autofahrer, und das war 2010 fast jeder zweite, flüchteten sich dann in Ausreden: Sie hätten den Anstoß nicht bemerkt, hieß es ebenso häufig wie dass angeblich kein Schaden feststellbar gewesen sei. Vor Gericht nützte das meist nichts: Führerscheinentzug und Geldstrafen waren oftmals die Folge, denn das "unerlaubte Entfernen vom Unfallort", wie es im Paragraph 142 Strafgesetzbuch ausführlich beschrieben wird, ist kein Kavaliersdelikt.

Weiterhin wurden im Bereich der PI Mühldorf acht Geschwindigkeitskontrollen an unfallträchtigen Stellen durchgeführt, gegen zehn Verkehrsteilnehmer wurde Anzeige erstattet, 71 kamen mit einer Verwarnung in Höhe von 15 bis 35 Euro davon.

Der gravierendste Verstoß war auf der Strecke zwischen Waldkraiburg und Mühldorf festzustellen: Bei erlaubten 80 Stundenkilometern wurde eine Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern aufgezeichnet, was eine Geldbuße von mindestens 120 Euro und drei Punkte in Flensburg zur Folge hat.

Aufgrund der günstigen Witterung konnte auch die Fahrradkontrollaktion weitergeführt werden, in der Hoffnung, dass sich damit die Unfallzahlen bei den Radfahrern in Zukunft wieder nach unten bewegen. "Die Beamten werden deshalb weiterhin verstärkt ein Auge auf diese Verkehrsteilnehmer werfen, denen die Gefährlichkeit ihres Verhaltens überhaupt nicht bewusst ist. Denn Radfahrer haben eben keine Stoßstangen und Kotflügel", heißt es im Bericht der Polizei.

ha/Mühldorfer Anzeiger

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