Mehr Angebote für Senioren

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Das Kreisbildungswerk hat eine neue Geschäftsführerin: Anna Geidobler löst Dr. Wolfgang Foit ab, der sich einer neuen Aufgabe in Miesbach widmet.

Mühldorf - Seit zwei Monaten ist Maria Geidobler Geschäftsführerin des Katholischen Kreisbildungswerks in Mühldorf. Sie will vor allem das Angebot für Senioren erweitern.

Die Weichen waren schon anders gestellt. Maria Geidobler arbeitete als Industriekauffrau bei BMW in München, als sie sich Gedanken über ihre berufliche Zukunft machte. "Ich wollte einfach nicht den ganzen Tag am Computer sitzen und Präsentationen entwerfen." Den "Kontakt zu den Menschen" habe sie vermisst, genau das also, was "mir in der Jugendarbeit immer so viel Spaß gemacht hat".

Und so stellte die junge Frau die Weichen noch einmal neu, holte an der Berufsoberschule in München ihr Abitur nach und studierte Pädagogik, Psychologie und BWL. Im August letzten Jahres schloss sie ihr Studium ab, auf der Suche nach der ersten Festanstellung ist sie nun in Mühldorf gelandet. "Ein Zufall", schmunzelt sie. Denn eigentlich hatte sie sich auf eine Kreisbildungswerk-Stelle in Freising beworben.

Dort handelte sich die 30-Jährige zwar eine Absage ein, wurde zugleich aber aufgefordert, sich doch um die Stelle in Mühldorf zu bemühen. Und nach einem positiven Gespräch mit dem KBW-Vorsitzenden Georg Waldinger saß sie am 15. Juni zum ersten Mal am Schreibtisch am Kirchplatz. "Die Einarbeitungszeit ist mir leicht gefallen", erzählt sie, auch wenn es ein Sprung ins kalte Wasser war: "Nach fünf Tagen wartete schon die erste Sitzung."

Inzwischen ist Maria Geidobler angekommen in Mühldorf, hat sich Landrat und Bürgermeister vorgestellt, will Akzente setzen - vor allem im Seniorenbereich. "Das ist mein Thema." Dabei gehe es darum, die Zeit im dritten Lebensabschnitt sinnvoll zu füllen. Wie schwer das sein kann, hat sie zu Hause in Gars selbst erlebt. "Als ich und meine vier Geschwister ausgezogen waren, stand das große Haus auf einmal leer. Mit so einer Situation müssen Eltern erst einmal umgehen können."

Das Modell der Seniorenuniversität in München gefällt ihr gut, viele andere Seniorenangebote sind der Nachfolgerin von Dr. Wolfgang Foit schlicht zu "defizitorientiert": "Bitte nicht noch mehr Angebote zu Hörgeräten und Alzheimer", fordert sie und plädiert für mehr Wertschätzung. Denn: "Da liegt so ein großes Potenzial. Es gibt keine langweiligen alten Menschen."

Deshalb will sie das Angebot des Kreisbildungswerks im Bereich Seniorenarbeit erweitern - in enger Abstimmung mit dem Landratsamt, den sozialen Diensten und den Seniorenbeauftragten in den Gemeinden.

Ein besonderes Augenmerk will Maria Geidobler dabei auf die ländlichen Gemeinden werfen. "In den Städten agieren die Volkshochschulen, auf dem Land sehe ich dagegen noch viele Nischen."

ha/Mühldorfer Anzeiger

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