Landkreis: 7,7 Millionen für Kinder-Betreuung

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Die Heimunterbringung von Kindern kostet den Landkreis rund 1,5 Millionen Euro.

Mühldorf - Der Haushalt des Amts für Jugend und Familie steigt in diesem Jahr auf 7,7 Millionen Euro an. Im letzten Jahr gab der Landkreis für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen 6,5 Millionen Euro aus.

Um knapp 1,2 Millionen Euro steigt der Etat des Amts für Jugend und Familie in diesem Jahr an. Landrat Georg Huber und Elfriede Geisberger, Leiterin des Amts für Jugend und Familie, begründeten dies für den Jugendhilfeausschuss mit steigenden Fallzahlen.

Um 100 000 Euro auf 652 000 Euro hat sich die Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen erhöht. Der Landkreis übernimmt bei Hartz IV-Empfängern und Geringverdienern die Kosten für die Kindergärten. Allein in diesem Jahr steigt die Zahl der so unterstützten Kinder auf rund 600 im Landkreis an. "Diese Steigerung ist mit Zuzügen aus anderen Landkreisen begründet. Ich hoffe, dass bald eine gesetzliche Regelung kommt, die die Kostenübernahmen für den ursprünglichen Landkreis vorsieht", sagte der Landrat.

Ebenfalls angestiegen sind die Kosten in der Vollzeitpflege. In dieser Maßnahme werden Kinder von Tagesmüttern betreut. Der Landkreis gibt für diese Betreuungsformen in diesem Jahr 725 000 Euro aus. "Wir sehen diesen Anstieg positiv, denn damit müssen wir die Kinder nicht in ein Heim geben", erklärte Geisberger. Im letzten Jahr musste der Landkreis für diese Kostenstelle 485 000 Euro bereitstellen.

Die Eingliederung für seelisch behinderte Kinder (Heimunterbringung) bleibt weiter auf hohem Niveau bestehen. Rund 1,5 Millionen Euro sind allein für diese Maßnahme im Haushalt des Amts für Jugend und Familien vorgesehen.

20 Kinder aus dem Landkreis sind vollständig in einem Heim untergerbracht. Die Tagessätze für diese Unterbringung schwanken zwischen 200 und 250 Euro pro Tag und Kind, die der Landkreis übernehmen muss. In Halbtages-Heimunterbringung befinden sich derzeit rund 30 Kinder. Insgesamt, so Geisberger, werden 160 Kinder in den verschiedensten Betreuungsformen untergebracht.

Ebenfalls erhöht haben sich die Ausgaben für die Hilfe für junge Volljährige. Für diesen Personenkreis stellte der Landkreis 428 000 Euro in diesem Jahr in den Haushalt ein. Im letzten Jahr wurden 211 000 Euro für diese Maßnahme benötigt. Auch hier begründeten die Verantwortlichen des Amts für Jugend und Familie die Erhöhung mit steigenden Fallzahlen.

Landrat Georg Huber will die präventive Arbeit weiter verstärken. "Wenn wir die Kosten senken wollen, dann müssen wir schauen, dass die Kinder und Jugendlichen nicht in diese Situationen kommen und die Hilfen rechtzeitig anbieten. Nur so können wir auf Dauer die Fallzahlen in den Griff bekommen", erklärte Georg Huber.

sb/Mühldorfer-Anzeiger

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