BRK feuert Geschäftsführer fristlos

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Mühldorf - Der ehemalige Geschäftsführer Marc Elsner wurde fristlos vom BRK entlassen. Außerdem wurde jetzt auch noch die Kriminalpolizei hinzugezogen.

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Der BRK-Kreisverband Mühldorf hat seinem ehemligen Geschäftsführer fristlos gekündigt. Damit ist das BRK über die „sofortige Freiststellung“ hinaus gegangen, die es vor knapp sechs Wochen verkündet hat.

„Es haben sich neue und schwerwiegende Sachverhalte ergeben, die diesen Schritt rechtfertigen“, erklärte Interims-Vorsitzender Johannes Trä heute morgen gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger. Die Vorstandschaft hat sich darüber hinaus entschieden, noch einen Schritt weiter zu gehen: „Wir haben die Kripo über die Vorgänge in Kenntnis gesetzt“, bestätigt Trä.

„Dort wird nun geprüft, ob eventuell strafrechtlich relevante Vergehen vorliegen.“ Trä machte deutlich, dass man keine öffentliche Vorverurteiling betreiben möchte. Allerdings hätten sich im Rahmen der erneuten Überprüfung durch die interne Revision und bei der Durchsicht der Unterlagen die Verdachtsmomente gegen Elsner derart verhärtet, dass nun von offizieller Seite Klarheit geschaffen werden müsse.

Der kommissarische Geschäftsführer Josef Jung begrüßte den „mutigen Schritt“ der Vorstandschaft: „Auch wenn es wieder für negative Schlagzeilen sorgen wird, wir wollen endlich Aufklärung bis ins kleinste Detail.“ Zur Einschaltung der Ermittlungsbehörden habe es keine Alternative gegeben: „Wir sind einfach an einem Punkt, an dem wir nicht mehr in der Lage sind, um das aufzuarbeiten.“

Um welche Vorwürfe es im Detail handelt, wollten Trä und Jung gestern nicht sagen. Nach Informationen des Mühldorfer Anzeigers geht es um nicht nachvollziehbare Spesenabrechnungen und den Verdacht der ungerechtfertigten Bereicherung. Im Raum steht angeblich eine Summe im mittleren fünfstelligen Bereich, die überprüft werden muss. Ex-Geschäftsführer Marc Elsner war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Diskussionen um den ehemaligen Geschäftsführer, die ehemalige Vorsitzende Susanne Engelmann und den Aufehbungsvertrag für Elsners ehemalige Assistentin hinterlassen inzwischen auch Spuren im Briefkasten des Kreisverbandes. „Rund 20 Austritte haben uns bereits erreicht“, erklärte Josef Jung. „Und ich befürchte fast, dass noch weitere folgen werden.“

ha

Rubriklistenbild: © dpa, OVB

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