Kredite für den Mittelstand

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Der neue Bankchef vor seinem neuen Haus: Franz Wastlhuber leitet die Filiale der Mühldorfer Oberbank.

Mühldorf - Bei Mittelständlern trifft die Ansiedlung der Oberbank auf große Zustimmung. Das wurde am Rand des Festabends zur Eröffnung der Filiale deutlich.

Obwohl die oberösterreichische Oberbank in fünf Ländern tätig ist, versteht sie sich ausdrücklich als Regionalbank. "Für uns heißt das: Wir beschränken uns auf eine Region, in der man die Kunden kennt", sagte Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger während des Festakts. Im Blick steht dabei vor allem der Mittelstand, an den sich die Oberbank besonders wendet (siehe auch Interview).

Zugleich stellt die Oberbank in Mühldorf das komplette Bankangebot zur Verfügung, wie der Leiter der Oberbanken in Deutschland, Rainer Stelzer, klarmachte. "Der bayerische Kunde erwartet eine Bank vor Ort", sagte er. Sein Haus stelle damit auch für Privatkunden eine Alternative dar. Stelzer machte das Ziel des Engagements der Österreicher klar: "Wir wollen Marktanteile dazugewinnen."

Prof. Josef Wallnig vom Mozarteum brachte mit seinem Ensemble Arien aus Oper und Operette auf die Bühne.

Die Geschäftsstelle vor dem Altöttinger Tor in Mühldorf ist die 21. in Bayern, eine 22. kommt bis zum Jahresende in Schweinfurt dazu. Damit hat die Oberbank 144 Filialen im Mutterland Österreich, in Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Deutschland. Mit 2000 Mitarbeitern erwirtschaftet sie heuer eine Bilanzsumme von 17 Milliarden Euro. Die ausgereichten Kredite belaufen sich auf 10,9 Milliarden Euro, die Einlagen von Kunden auf elf Milliarden.

Generaldirektor Gasselsberger betonte, dass seine Bank ohne Staatshilfe, große Wertberichtigungen oder Verluste die Krisenjahre überstanden habe. Wie andere Regionalbanken auch - Gasselsberger bezog ausdrücklich die Sparkassen und Genossenschaftsbanken ein -, habe sich das Geschäftsmodell besonders in dieser Zeit bewährt.

Darüber hinaus brach er eine Lanze für das Bankensystem vor allem in Deutschland und Österreich. Die beiden Länder gehörten zu den wohlhabendsten und sozial sichersten der Welt und seien damit ein sicherer Anlageort: "Das gilt vor allem für die Regionalbanken." Gasselsberger forderte die Staaten auf ihre Schuldenlasten abzubauen und verlangte auch von den Banken ihren Teil dazu beizutragen. "Auch die Gläubiger müssen ihren Beitag leisten, ich halte einen Schuldenschnitt für richtig."

In Mühldorf beschäftigt die Oberbank zunächst fünf Mitarbeiter, die Leitung der Filiale hat Franz Wastlhuber. Eine Vergrößerung und Personalaufstockung in den nächsten Jahren ist laut Deutschlandchef Stelzer möglich.

Landrat Georg Huber, der auch Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse ist, begrüßte die Niederlassung ausdrücklich. "Das ist ein starkes Signal der Oberbank in Richtung Südostbayern." Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch freute sich über eine Unterstützung der heimischen Unternehmen: "Unser Wirtschaftsraum ist geprägt von der Realwirtschaft. Dazu brauchen wir starke Partner."

Nach dem Festakt im Stadtsaal mit 260 Gästen aus Politik und Wirtschaft eröffnete die Oberbank gestern ihrer Filiale in der Brückenstraße mit einem Tag der offenen Tür.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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