Kommt nach Fliegl auch Claas?

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Ein neues Unternehmen vor der Kulisse Mühldorfs: Die Töginger Firma Fliegl hat mit den Bauarbeiten am Waldrand hinter dem Pferdehof Schrankl begonnen. Vielleicht folgt dem Landmaschinenhersteller auch die Firma Claas nach Mühldorf.

Mühldorf (MA) - Mit Fliegl zieht ein großer Landmaschinenhersteller nach Mühldorf. Die Bauarbeiten an der Nordumfahrung haben begonnen.

Nach langen Verhandlungen, neuen Bebauungsplänen und Genehmigungen ist es so weit: Das Töginger Unternehmen Fliegl hat mit den Erdarbeiten an der Nordumfahrung begonnen. Dabei geht es nach Angaben von Josef Fliegl zunächst um Vorarbeiten für die archäologischen Untersuchungen, die das Denkmalamt fordert. Wann die eigentlichen Bauarbeiten beginnen, konnte Fliegl noch nicht sagen. Zum einen fehlen nach seinen Angaben noch einige Genehmigungen.

Zum anderen seien der Bau und die Umsiedelung von Töging abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung: "Ein genaues Zeitfenster gibt es noch nicht." Derzeit seien die Entwicklungen sehr gut, der Blick in die Zukunft allerdings ungewiss.

Fliegl will Produktion und Vertrieb seiner Landmaschinen von Töging nach Mühldorf verlegen. Jetzt könnte sich ein weiterer Hersteller und Händler von Landmaschinen für Grundstücke in Mühldorf interessieren. Die Firma Claas sucht einen neuen Standort. Das bestätigte Südostbayern-Geschäftsführer Alfons Neumeier auf Anfrage. Nach seinen Angaben will das Unternehmen aus Harsewinkel bei Gütersloh in den Landkreisen Mühldorf oder Altötting den Vertrieb für seine Landmaschinen neu aufbauen.

"Wir haben viele Angebote aus verschiedenen Gemeinden, es gibt aber noch gar keine Tendenz", sagte Neumeier. Claas, das 9000 Mitarbeiter beschäftigt, braucht nach seinen Angaben entweder 20000 Quadratmeter Land oder bereits bestehende Firmengebäude. Dort sollen neben einer Werkstatt und Büros Maschinenhallen und ein großes Ersatzteillager entstehen. Damit will Claas eine neue Vertriebsstruktur für die Region aufbauen.

Derzeit ist Neumeier in der Region unterwegs, um Angebote zu prüfen. Eines liegt von der Stadt Mühldorf vor, wie Bürgermeister Günther Knoblauch jetzt erklärte. Nach seinen Angaben stünden im Industriepark im Norden der Stadt 24000 Quadratmeter erschlossener Grund zur Verfügung, auf dem die größtmögliche Bebauung zulässig ist, die die bayerische Bauordnung erlaubt. Zugleich gebe es im Industriepark Gebäude, die möglicherweise genutzt werden könnten.

Nach Informationen des Anzeigers haben weitere Gemeinden aus dem Landkreis ein Interesse an einer Ansiedlung des Landmaschinenherstellers signalisiert.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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