Keine schwachen Tage mehr

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Drei von 300000 Besuchern, die auf dem Volksfest ihren Spaß hatten.

Mühldorf - Knapp 300.000 Besucher hat die Polizei gezählt. Ob es nun mehr oder weniger waren als 2010, das Volksfest 2011 geht vom Umsatz her als Rekord-Wiesn in die Geschichte eing.

Bei allen Verantwortlichen fällt die Bilanz deshalb positiv aus. Und Bürgermeister Günther Knoblauch spricht von einer "neuen Ebene".

Spaten-Festwirt Manfred Werner redet gar nicht lange um den heißen Brei herum: "Die beste Wiesn, die wir je hatten." Zwei Gründe macht Werner dafür aus: "Zum einen hat das Wetter ideal gepasst. Zum anderen haben die einst schwächeren Tage enorm aufgeholt." Attraktionen wie die Wahl zur Volksfestkönigin oder die Verlosung sorgten auch am Montag und Dienstag für volle Tische.

Zudem könne man sich auf das Publikum in Mühldorf verlassen: "Lauter nette Leute, die wenig Probleme machen." So habe die neue Reservierungsregel kaum zu Unstimmigkeiten geführt. "Die Besucher haben das vom ersten Tag an akzeptiert. Und wo es Schwierigkeiten gab, haben wir das auf dem kurzen Dienstweg geregelt." Insgesamt käme die neue Regel allen zugute: "Wir bringen einfach mehr unter, das hat sich schon gezeigt."

Wie Werner möchte auch Wolfgang Unertl die Reservierungsregel im nächsten Jahr beibehalten: "Das hat sich definitiv bewährt. Vor allem halten sich die Leute viel besser als früher an die Reservierungszeiten." Den Umsatz in seinem Zelt sieht Unertl "ganz sicher auf dem Niveau des Vorjahres", vor allem das alkoholfreie Weißbier sei ein echter Verkaufsschlager gewesen. Was ihn besonders freut: "Viele junge Leute sind da. Um den Volksfestnachwuchs müssen wir uns keine Sorgen machen."

Von einem Plus gegenüber dem Vorjahr spricht Sternenalm-Betreiber Dieter Schillhuber. "Wir spüren heuer deutlich mehr Akzeptanz bei den Besuchern. Das hat sich schon in der gestiegenen Zahl der Reservierungen gezeigt." An vier Abenden stieß die Alm sogar an ihre Kapazitätsgrenze. "Da mussten wir schließen", sagt Schillhuber. Demgegenüber stehen zwei schwache Tage: "Am ersten Sonntag und Montag hatten wir uns mehr erhofft, zumal die äußeren Bedingungen optimal waren." Seine Erklärung: "Es kristallisiert sich heraus, dass wir ein gehobenes Publikum ab 25 Jahren ansprechen. Und diese Zielgruppe gibt eben nicht jeden Tag Vollgas."

Weinzelt-Chef Holger Nagl ist ebenfalls zufrieden mit dem Verlauf und macht vom Umsatz her ein "leichtes Plus" gegenüber dem Vorjahr aus. Der hohe Aufwand in puncto Sicherheit habe sich wieder einmal bewährt. "Im Verhältnis zu den Besucherzahlen sind die Vorkommnisse verschwindend gering, auch wenn wir leider am Freitagabend einen Ausraster hatten."

Die Nacht von Freitag auf Samstag sei tatsächlich eine Ausnahme gewesen, bestätigt auch die Polizei (wir berichteten). "Die Beamten wurden zu sechs Körperverletzungsdelikten gerufen, wobei meist nicht unerheblicher Alkoholgenuss bei Tatverdächtigen und Geschädigten vorlag", erklärt Polizeichef Robert Anderl. Ansonsten sei das Volksfest aus polizeilicher Sicht erfreulich friedlich gewesen.

Volksfest-Manager Herbert Gambihler hat sich unter den Schaustellern umgehört: "Es ist bekannt, dass sich in Mühldorf gutes Geld verdienen lässt. Aber wenn das Wetter so mitspielt, passt es natürlich besonders. Entsprechend gut ist die Stimmung unter den Schaustellern."

Bürgermeister Günther Knoblauch geht noch einen Schritt weiter: "Im Grunde kennt unsere Wiesn keine schwachen Tage mehr. Das ist eine neue Ebene, die wir erreicht haben."

In der Analyse müsse man die Kapaziätsgrenzen an der einen oder anderen Stelle noch einmal unter die Lupe nehmen. "Verbessern können wir uns immer. Aber mal ehrlich: Besser als heuer kann es kaum laufen."

ha/Mühldorfer Anzeiger

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