Landkreis Altötting gründet Gesellschaften

Keine Beteiligung an Innkraftwerken

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mühldorf/Altötting - Der Kreistag Altötting hat die Gründung einer Gesellschaft zur Beteiligung an den Inn-Wasserkraftwerken beschlossen. Die "Innkraft Bayern" soll die Anteile verwalten, die Gemeinden und Stadtwerke zeichnen werden.

Insgesamt können sie sich mit 30 Prozent beteiligen, das hat der neue Besitzer der Innkraftwerke, das österreichische Unternehmen "Verbund" angeboten. Zweiter Gründungspartner soll die Stadt Töging sein, die die Gründung in den nächsten Tagen beschließen will.

Im Kreishaushalt sind laut Landrat Erwin Schneider 3,5 Millionen Euro für die Beteiligung an den Innkraftwerken vorgesehen. Der 30-prozentige Anteil wird voraussichtlich 400 Millionen Euro kosten, ein Drittel des Betrags, den der Verbund für den Kauf der Kraftwerke an Eon bezahlt hat. Die Verträge mit dem Verbund sind laut Schneider schon sehr weit gediehen.

Obwohl die neue Gesellschaft ein Drittel der Innkraftwerke besitzen könnte, werden die Beteiligten keinen Strom zum Erzeugerpreis erhalten. Das sagte Schneider vor dem Altöttinger Kreistag auf Nachfrage. Zur Begründung hieß es, dass ein preiswerterer Stromverkauf die Rendite der Innkraftwerke und damit eine Dividende an die Eigentümer senken würde.

Im Landkreis Mühldorf bleibt der Vorstoß Schneiders umstritten. Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch und Stadtwerkechef Stephan Rösner hatten eine Beteiligung immer an die Lieferung von Strom zum Erzeugerpreis gekoppelt. Nach der derzeitigen Vereinbarung müssten die Stadtwerke Strom weiter zu Börsenpreisen beziehen, die Beteiligung bringt laut Rösner also keinen Wettbewerbsvorteil. Auch die Stadtwerke Bad Aibling oder Traunstein haben nach seinen Angaben entschieden, sich nicht zu beteiligen.

Eine neue Gesellschaft zum Betrieb der Innkraftwerke hat auch der Verbund gegründet (wir berichteten). Sie heißt "Verbund Innkraftwerke" und soll ihren Sitz in Töging erhalten.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © re

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser