Jugendschutz wird groß geschrieben

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Die Getränke der Saftbar schmeckten. Von links: Harald Jungbauer, Elfriede Geisberger, -Silvia Wimmer, Matthias Ettinger, Wolfgang Bauer, Georg Huber und Robert Anderl.

Mühldorf - Das Thema Jugendschutz wird im Landkreis Mühldorf groß -geschrieben - dies wurde nicht zuletzt durch den mit über 60 Teilnehmern nahezu voll besetzten großen Sitzungssaal des Landratsamtes deutlich.

Die -Jugendschutz-Initiative "JIMM" zog eine positive Bilanz ihrer Arbeit.

Die Jugendschutz-Initiative JIMM (Jugendschutz ich mache mit), bestehend aus dem Amt für Jugend und Familie, dem Gesundheitsamt, dem Kreisjugendring und den Jugendbeamten der Polizei, hat kürzlich die Ordnungsämter, Jugendreferenten des Landkreises und Veranstalter zu einem Informationsabend rund um das Thema "Alkohol und Jugendschutz" eingeladen.

In einer Rückschau auf die JIMM-Aktivitäten der vergangenen Monate stellte Elfriede Geisberger, Leiterin des Amtes für Jugend und Familie Mühldorf fest: "Wir sind im Landkreis Mühldorf bereits auf einem guten Weg. Es ist wichtig, dass wir alle die Belange des Jugendschutzes ernst nehmen und hier an einem Strang ziehen".

Anschließend erläuterte Silvia Wimmer, Sozialpädagogin im Gesundheitsamt Mühldorf, in ihrem Vortrag das sogenannte Ursachen-Dreieck, welches die Voraussetzungen zur Entstehung einer Alkoholsucht beschreibt. Neben Zahlen und Fakten zu Alkoholerkrankungen in Deutschland, informierte sie die Anwesenden über das Konsumverhalten von Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren und schilderte die Folgen eines Alkoholmissbrauchs. Als Resümee ihres Vortrags hielt sie fest, dass es unabdingbar ist, die Jugendschutzbestimmungen einzuhalten und das Thema Suchtprävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe immer wieder auf den Tisch zu bringen.

Rechtsanwalt Otto von Hören, Zweiter Vorsitzender des Maitenbether Fußballvereins, berichtete von seinen Erfahrungen als Jugendschutzbeauftragter während einer fünftägigen Veranstaltung vergangenes Jahr und erläuterte die in Maitenbeth getroffenen Vorkehrungen für dieses Fest. Er stellte dar, dass es bei guter Planung und dem nötigen Engagement sehr wohl möglich ist, eine Veranstaltung auch im Sinne des Jugendschutzes positiv und (auch finanziell) erfolgreich durchzuführen.

Eine vorab vom Amt für Jugend und Familie erstellte Checkliste mit Empfehlungen und Tipps zur Umsetzung des Jugendschutzgesetzes bei öffentlichen Veranstaltungen diente in der anschließenden Gesprächsrunde als Diskussionsgrundlage. Die Checkliste soll in Zukunft die Veranstalter von größeren und kleineren Festen in ihrer verantwortungsvollen Rolle unterstützen und ihnen dabei helfen, den Vorgaben des Jugendschutzes gerecht zu werden.

Eva Rehbein, Jugendbeauftragte aus Haag, verdeutlichte die Notwendigkeit in Zukunft im Landkreis Mühldorf weiterhin eng mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten. Claudia Holzner, Geschäftsbereichsleiterin im Landratsamt, forderte abschließend, Eltern und öffentlichkeit für die Wichtigkeit des Jugendschutzes zu sensibilisieren.

Landrat Georg Huber lobte die gute Zusammenarbeit aller JIMM-Partner, insbesondere die Unterstützung durch die Polizei und bedankte sich für die offene Diskussion zu der Thematik.

Der neue Leiter der Polizeiinspektion Mühldorf, Polizeioberrat Robert Anderl, äußerte sich sehr positiv über die bereits vorhandenen Aktivitäten im Landkreis und sicherte auch weiterhin seine Unterstützung in diesem Bereich zu.

Trotz der fortgeschrittenen Stunde nutzten am Ende der Veranstaltung zahlreiche Teilnehmer die Gelegenheit, die rundherum gelungene Veranstaltung bei einem informellen Gespräch und einem fruchtig-frischen alkoholfreien Cocktail an der JIMM Cocktailbar "Bei JIMMy" ausklingen zu lassen.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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