Jetzt kommt die "Mittelschule Ampfing - Buchbach"

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Ampfing - Ampfing und Buchbach werden nun Verbündete im Auftrag der Bildung.

Lesen Sie hier den Bericht aus dem Mühldorfer Anzeiger:

Hauptschule stärken

Einstimmig sprach sich der Ampfinger Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag für die "Mittelschule Ampfing - Buchbach" aus. Damit soll mittel- und langfristig der Schulstandort in Ampfing gesichert werden.

Ampfing - In vielen Gemeinden werden derzeit Beschlüsse gefasst, was die Umwandlung der Hauptschulen in eine Mittelschule betrifft. Vielerorts werden Schulverbünde notwendig, um den jeweiligen Schulstandort in den einzelnen Gemeinden auch in Zeiten mangelnder Schülerzahlen zu sichern. Buchbach habe sich bereits tags vor der Ampfinger Sitzung für den Verband mit Ampfing ausgeprochen, teilte Bürgermeister Ottmar Wimmer dem Gemeinderat mit. Mehrheitlich sollen sich aber andere Hauptschulstandorte für Mühldorf entschieden haben, wusste der Bürgermeister ebenso.

Wimmer betonte, und das sah dann auch die Beschlussvorlage so vor, dass ein Verbund erforderlich sei, da nur so bei weiter sinkenden Schülerzahlen das für eine Mittelschule erforderliche Bildungsangebot aufrecht erhalten werden könne. Aktuell besuchten 206 Schüler die Hauptschule in Buchbach, 315 Schüler zähle die Hauptschule Ampfing.

Einzügigen Schulen droht die Auflösung

Voraussetzung für die Bildung einer Mittelschule seien drei Zweige der Berufsorientierung angeboten worden (Soziales, Technik und Wirtschaft), darüber hinaus müsse ein Ganztagesangebot bestehen sowie ein Angebot, das zum mittleren Schulabschluss führt.

Gemeinderat und Bildungsstaatssekretär Dr. Marcel Huber (CSU) erläuterte detailliert den Hintergrund für die Bildung von Mittelschulen. Von den 980 Hauptschulstandorten in Bayern würden derzeit nur noch 300 einzügig geführt. Wenn Jahrgangsstufen weniger als 15 Schüler aufbieten könnten, sei die Klassenbildung gefährdet und es bestünde die Gefahr der Schulauflösung. Durch die Bildung von Schulverbünden könne dieser Entwicklung jedoch entgegen gewirkt werden, betonte Huber die Wichtigkeit von Hauptschulen auch in kleineren Orten, die "für ein Drittel der jungen Leute als Basis für eine vernünftige Schulausbildung vor Ort" darstelle.

Ampfinger bleiben in Ampfing

Prinzipiell, so Huber weiter, könne sich die Hauptschule Ampfing auch ohne Partner in den nächsten Jahren zu einer Mittelschule entwickeln. "Doch wenn wir in zehn Jahren 20 Prozent weniger Schüler haben, dann wird es eng." Man müsse schon jetzt "ein tragfähiges Konstrukt schaffen, das mittelfristig Bestand hat". Die Problematik der Beförderung von Schülern von einem Schulstandort zum anderen sieht er bei Ampfing nicht, da dort alle drei Bildungsangebote möglich seien. Buchbacher Schüler müssten dies jedoch mangels aller Bildungsangebote sehr wohl in Kauf nehmen. Betroffen seien davon aber nur Schüler der achten und neunten Klassen mit dann vier Wochenstunden. Gemeinderätin Helga Kaiser (SPD) sah derzeit noch keine Notwendigkeit, sich für den Verbund mit Buchbach auszusprechen, doch erwiderte Dr. Huber, dass eine Entscheidung pro Buchbach im Rahmen eines Dialogprozesses sinnvoll sei, um die Hauptschulstrukturen zu firmieren. "Wir müssen Konstrukte bilden, die die Hauptschule dauerhaft stärken", forderte er.

Das sahen schließlich auch sämtliche Gemeinderäte so, einstimmig sprachen sie sich für die zukünftige "Mittelschule Ampfing-Buchbach" aus und für die dafür notwendige Kooperationsvereinbarung.

je/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser