Das Jahr auf innsalzach24!

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Landkreis - Mit einer Auswahl Ihrer meistgelesenen Artikel lassen wir das Jahr noch einmal Revue passieren. Hier kommt Ihr Jahr auf innsalzach24.de!

Mal heiter, mal ernst, doch immer fleißig von Ihnen kommentiert - die wichtigsten Themen des Jahres werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Wir haben die meistgelesenen Artikel durchforstet und einige in diesem Rückblick zusammengefasst. Das war 2012 in der Inn-Salzach-Region!

Januar

Ärgert sich über Alkoholkontrollen: Anton Auer

2012 war ein Jahr der Wutbürger, auch in der Region. Im Januar sorgte Anton Auer aus Taufkirchen für Aufsehen, als er Alkoholkontrollen als "Wegelagerei" bezeichnete und fragte: "Muss der Waldkraiburger Polizeichef eine bestimmte Anzahl von Führerscheinen einsammeln?" Einmal habe die Polizei sogar die Verfolgung aufgenommen, "ohne die ersten 200 bis 300 Meter das Licht einzuschalten". Die Polizei solle nicht warten, bis jemand betrunken ins Auto steigt, sondern schon auf dem Wirtshausparkplatz kontrollieren, forderte Auer. Die Polizei wies die Kritik als unsachlich zurück, doch unter den innsalzach24-Lesern hat die Frage, wann und wo kontrolliert werden soll, eine rege Debatte angestoßen. Zu kaum einem Artikel gab es 2012 mehr Kommentare.

März

Unzählige Fische fanden nach dem Chemieunfall den Tod.

Im März hat uns der Chemie-Unfall im Industriepark Werk Gendorf in Atem gehalten. Bis zu 800 Kilogramm des giftigen Stoffs Genamin haben die Alz auf einer Länge von rund 15 Kilometern verseucht. Schon nach wenigen Tagen waren bereits sechs Tonnen toter Fische aus dem Fluss geborgenworden. Die Verunsicherung in der Bevölkerung war groß, und so war die am häufigsten gelesene Meldung jene, dass man Grundwasser sicherheitshalber nicht trinken sollte. Auch wenn für den Menschen letztendlich wohl keine Gefahr bestand, ist der Schaden des Unfalls erheblich, schließlich zog er das schlimmste Fischsterben nach sich, das es in der Alz seit 30 Jahren gegeben hat. Da kamen bei den meisten innsalzach24-Lesern die Äußerungen von Infraserv-Geschäftsführer Bernhard Langhammer nicht gut an. Dieser hatte erklärt, die Chemiebranche habe jahrelang gute Arbeit geleistet. Zudem beklagte er eine "massive Rufschädigung" durch den Unfall.

Mai

Toni Hofreiter äußerte Bedenken bei der Finanzierung der A94.

Im Mai nahm die scheinbar unendliche Geschichte der A94 wieder Fahrt auf. Toni Hofreiter, Bundestagsabgeordneter der Grünen, äußerte in einem Gespräch mit dem Mühldorfer Anzeiger Bedenken bezüglich der Finanzierung des Autobahnausbaus. Die Mittel reichten seiner Meinung nach nicht annähernd aus, um alle Bauvorhaben in Bayern, bei denen Baurecht besteht, in die Tat umzusetzen. Unter den innsalzach24-Lesern sorgte dies nicht gerade für Jubelstürme, was die vielen negativen Kommentare verdeutlichen.

Anfang Dezember ging es in Sachen A94 jedoch wieder ein Stück voran: Das gut vier Kilometer lange A94-Teilstück zwischen Ampfing und Heldenstein wurde im Beisein von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer eingeweiht. Der CSU-Politiker zeigte bei dieser Gelegenheit eine neue Perspektive bezüglich der Finanzierung der noch ausstehenden Abschnitte auf: Die private Finanzierung über ein ÖPP-Modell. Da stellt sich nur noch eine Frage: Wird die Autobahn auf den noch ausstehenden Teilstücken genauso holprig wie bei Ampfing?

Ramsauer eröffnet A94-Abschnitt

Juni

Täuschend echt: Die Blitzer-Attrappe in Waldkraiburg.

Wutbürger, die Zweite: Während sich Anton Auer aus Taufkirchen über zu viele Alkoholkontrollen ärgert, kann die Polizei für Alfred Winterer gar nicht eifrig genug sein - zumindest vor seinem Haus. Wegen Bauarbeiten wurde die St 2091 Richtung Ampfing über die Heldensteiner Straße umgeleitet, führte also direkt an Winterers Grundstück am Ortsausgang von Waldkraiburg vorbei. Die "größte Rennstrecke innerhalb einer Ortschaft" sei die Heldensteiner Straße seitdem. "Ich habe einfach schlaflose Nächte", klagte der Waldkraiburger. Kurzerhand stellte Winterer eine Blitzer-Attrappe auf, um den Rasern Einhalt zu gebieten. Solange sie nicht blitzt, ist das in Ordnung, fand zumindest die Polizei. Weniger begeistert war so mancher Autofahrer, sogar beschimpft habe man ihn, erzählte Winterer. Auch die innsalzach24-Leser waren gespalten, ob der grüne Kasten im Garten nun eine notwendige Maßnahme gegen Raser oder ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr ist.

Diese Blitzer-Attrappe soll Autofahrer abschrecken

August

Maxi Melyarki vor seinem Rekordversuch.

Nach 33,1 Kilometern platzte der Traum, zu groß waren die Schmerzen von Maximilian Melyarki. Der Altöttinger hatte versucht, den Bodensee in seiner ganzen Länge von 64 Kilometern ohne Neoprenanzug zu durchschwimmen, musste sich aber aufgrund starker Bauch- und Muskelkrämpfe nach gut der Hälfte der Strecke geschlagen geben. Im Vorfeld hatte er noch betont: "Aufgeben ist keine Option. Ich glaube, dass jeder Mensch viel mehr kann, als er denkt. Es ist nur die Faulheit, die einen zum Aufgeben bringt." Doch an Faulheit lag es sicher nicht, dass Maxi letzten Endes doch aufgeben musste. "Ich hatte noch nie so extreme Schmerzen", klagte der Extremschwimmer. Als Niederlage wertete er den gescheiterten Rekordversuch jedoch nicht. "Ich habe nicht aufgegeben, sondern meine Grenzen kennengelernt. Das ist das, was ich mir auch vor dem Start vorgenommen hatte."

Maxi bricht Rekordversuch ab

September

Siegfried Klika mit einem künftigen Kennzeichen Waldkraiburgs?

Eigentlich ist das ganz schön ungerecht: Da ist Waldkraiburg mehr als 5000 Einwohner größer als Mühldorf, und dennoch müssen alle 14.865 zulassungspflichtige Fahrzeuge in der Stadt das "MÜ" auf dem Kennzeichen tragen. Anspruch auf ein eigenes Kürzel haben eben nur Landkreise und kreisfreie Städte. Die Idee, den Kommunen freie Hand bei der Gestaltung der Kennzeichen zu lassen, rief daher mancherorts große Begeisterung hervor. Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika nahm's mit Humor und ließ sich mit einem "WKB"-Kennzeichen fotografieren. Das Kürzel "WKB" wäre schließlich noch frei und sollte der Bund tatsächlich grünes Licht geben, werde sich die Stadt mit diesem Thema beschäftigen, versicherte Klika.

November

v.l.: Johann Krichenbauer (FW) und Franz Wallner (UBL).

Im November beschäftige die Bürgermeisterwahl in Burgkirchen die innsalzach24-Leser. Vier Kandidaten waren im ersten Wahlgang angetreten, doch keiner erreichte auch nur annähernd die absolute Mehrheit. Am besten schnitt noch Franz Wallner (UBL) ab, der 29,61 Prozent der Stimmen ergatterte. In einer Stichwahl zwischen Wallner und seinem ärgsten Widersacher Johann Krichenbauer (FW, 28,39 Prozent) musste die Entscheidung fallen. Mit 35 Kommentaren zu diesem Artikel diskutierten die innsalzach24-Leser in diesem Jahr kaum ein Thema so intensiv wie diese Wahl. So heiß die Leser auch debattierten, war die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl mit gut 53 Prozent jedoch eher gering. Letztendlich setzte sich Krichenbauer mit 52,97 Prozent der Stimmen denkbar knapp gegen seinen Kontrahenten durch.

Dezember

Wie in dieser Animation könnte das Netto-Logistikzentrum einmal aussehen.

Beinahe das ganze Jahr hielt das Ringen um ein Logistikzentrum des Discounters Netto auf Erhartinger Grund die innsalzach24-Leser in Atem. Während sich die Befürworter einer Ansiedlung 280 neue Arbeitsplätze und Gewerbesteuermehreinnahmen in sechsstelliger Höhe erhofften, befürchteten die Gegner eine hohe Lärm- und Schadstoffbelastung. Einen Bürgerentscheid zur Frage, ob das Logistikzentrum gebaut werden, darf lehnte der Gemeinderat schon im Februar ab. Es folgte ein Gang durch die Instanzen, bis schließlich im November der Verwaltungsgerichtshof der Bürgerinitiative recht gab. Mit Spannung wurde die Abstimmung erwartet, dabei hatten die innsalzach24-Leser schon im Januar die Entscheidung vorweggenommen. Bei einer Online-Abstimmung votierten 74,7 Prozent für das Logistikzentrum. Der Artikel über das Abstimmungsergebnis war einer der meistgelesenen des Jahres.

Der eigentliche Bürgerentscheid fiel allerdings weit weniger deutlich aus. Mit 291 zu 241 Stimmen votierten die Erhartinger für die Ansiedlung. Wie hart umkämpft das Logistikzentrum war, zeigte nicht nur die relativ hohe Wahlbeteiligung von 73 Prozent, sondern auch die hitzige Debatte im Anschluss an die Bürgerversammlung zwei Tage vor dem Bürgerentscheid.

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