Kraftwerke noch fester in österreichischer Hand

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Bis auf knapp vier Prozent gehören die Innkraftwerke, unter ihnen das leistungsstärkste Kraftwerk in Töging, österreichischen Unternehmen.

Töging/Wien - Der Verbund, neuer Besitzer der 13 Innkraftwerke, hat den angekündigten Verkauf von 30 Prozent seiner Anteile abgeschlossen.

Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, übernehmen die Wien Energie und der EVN 26 Prozent, nachdem bereits früher 3,7 an die Innkraft Bayern unter Federführung des Landkreises Altötting gegangen sind. Die 30-Prozent-Regelung war Teil der Vereinbarung beim Kauf der Kraftwerke im Jahr 2009. Damit sollte regionalen Versorgern und Kommunen die Möglichkeit gegeben werden, sich an den Kraftwerken zu beteiligen. Das Interesse aus der Region blieb aber denkbar gering, da Verbund zwar eine Gewinnausschüttung, nicht aber den Bezug von Strom zu Erzeugerbedingungen anbot.

Der Verbund hat die 13 Innkraftwerke im Juni 2009 vom deutschen Energieversorger Eon für mutmaßlich 1,4 Milliarden Euro übernommen. Die Anteile von 26 Prozent gehen laut Verbund zum ursprünglichen Erwerbspreis plus einer Verzinsung an die beiden österreichischen Versorger. Sie erhalten zudem anteilige Strombezugsrechte zu Marktpreisen. Die Transaktion führt nach Ansicht des Unternehmens zu einer weiteren Stärkung der Kapitalstruktur.

Der Verbund ist nach eigenen Angaben Österreichs führendes Stromunternehmen und einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa. 2010 erzielte das Unternehmen mit rund 3000 Mitarbeiterinnen einen Jahresumsatz von 3,3 Milliarden Euro. In Österreich ist der Verbund als größter Stromerzeuger und -transporteur in den Bereichen Erzeugung, Übertragung, Handel und Vertrieb tätig. International ist das Unternehmen in mehr als 20 Ländern in der Erzeugung und im Handel aktiv und baut seine Aktivitäten als international agierenzder Wasserkraftkonzern aus. Seit 1988 ist der Verbund an der Börse, 51 Prozent besitzt die Republik Österreich.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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