So machen die Innflöhe ihre Zeitung...

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Redaktionssitzung beim Innfloh.

Mühldorf - Zum dritten Mal in Folge ist der "Innfloh" des Ruperti-Gymnasiums vom Magazin "Der Spiegel" als beste Schülerzeitung ausgezeichnet worden. Was ist das Erfolgsgeheimnis der jungen Redakteure?

"Wir haben hier noch zwei Gratulationsschreiben", beginnt Chefredakteurin Corinna Huber die Innfloh-Redaktionskonferenz am Freitagnachmittag. Nachdem sie die Glückwünsche zum dritten Sieg in Folge beim Spiegelwettbewerb verlesen hat, geht es auch schon direkt an die Arbeit. "Bei welchen Artikeln fehlen noch Fotos?", "Heute werden die Mini-Innflöhe fotografiert", "Das Cover müsste am Wochenende fertig werden." Es geht um die Sommerausgabe der erfogreichen Schülerzeitung, die in spätestens zwei Wochen erscheinen soll.

"Die Sommerausgabe ist immer leichter zu produzieren, weil sie nicht so ernste Themen hat", erklärt Huber. Für den Spiegelwettbewerb wird darum in der Regel die erste Ausgabe des Schuljahres eingereicht, sie hatte heuer den Titel "Bereit zu glauben?" und wurde als beste Schülerzeitung Deutschlands prämiert. Zum dritten Mal in Folge haben sich die "Innflöhe" damit den Titel geholt und das, obwohl die drei Chefredakteure der vergangenen Jahre und einige Redaktionsmitglieder aus der Redaktion ausgeschieden sind.

Redaktionssitzung beim Innfloh

"Das System mit drei Chefredakteuren lief immer sehr gut, in diesem Jahr haben wir aber erstmalig nur einen Chefredakteur gehabt und die Gruppe in sechs Teams mit jeweils einem Teamleiter unterteilt", berichtet Huber. Auch in dieser Konstellation haben die Schüler wieder ein tolles Heft herausgebracht. Im Mittelpunkt: das Thema Religion.

Für ihren Artikel "Zeit der Stille" hat Huber den ersten Platz in der Kategorie "beste Reportage" erhalten. Drei Tage lang ist die 17-Jährige dafür ins Kloster Zangberg gezogen, hat ihre Erfahrungen dann in der Ich-Perspektive niedergeschrieben. "Mir wurde gesagt Ich-Reportagen sind verpöhnt, trotzdem habe ich den ersten Platz gemacht, wie auch schon vor drei Jahren, als ich ebenfalls einen Artikel über Magersucht aus dieser Perspektive geschrieben habe", lacht sie.

Im kommenden Jahr macht Huber ihr Abitur, die Redaktion muss sich dann wieder neu formieren. An Nachwuchs mangelt es aber nicht. "Je mehr Preise wir gewinnen, umso mehr Schüler möchten bei uns mitmachen", sagt Huber. Für das neue Schuljahr ist darum angedacht, einen Wahlkurs "Journalistisches Schreiben" anzubieten. "Wenn sich dort talentierte Schreiber herauskristallisieren, dürfen sie zum Innfloh, so ist es gedacht." Ob der Kurs zustande kommt, steht noch in den Sternen, am Spiegelwettbewerb wird der Innfloh aber auch im kommenden Jahr wieder teilnehmen. "Wir erwarten uns zwar nicht mehr allzu viel", meint Huber, "aber wir haben viel erreicht und der Wettbewerb ist eine Motivation für den Nachwuchs."

Hier geht´s zur Homepage des Innfloh.

Anette Mrugala

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