Wie gefährlich ist der A94/B12-Übergang?

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Bei dem Unfall vom 13. Januar landete das verunfallte Auto neben der A94 auf dem Dach.
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  • Robert Märländer
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Heldenstein - Nach zwei schweren Unfällen besteht der Eindruck, dass die A94 am Übergang zur B12 ein sehr gefährliches Pflaster ist. Aber stimmt das? So schätzt die Polizei die Situation ein:

Gleich zwei Unfälle innerhalb kurzer Zeit haben den Blick auf das westliche Ende der A94 im Landkreis Mühldorf gelenkt. An beinahe identischer Stelle haben sich am Übergang von der A94 auf die B12 im Gemeindegebiet von Heldenstein zwei erschreckende Unfälle ereignet.

Auto überschlägt sich

Am Morgen des 13. Januar war zunächst ein Auto auf einen Lkw aufgefahren, der im dichten Verkehr anhalten musste. Der Fahrer wurde mit seinem Auto in den Straßengraben geschleudert, dort überschlug sich das Fahrzeug schließlich. Der Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon - was angesichts der schockierenden Bilder schwer zu fassen ist.

A94-Unfall kurz vor Heldenstein

Fahrer schwer verletzt

Am Dienstagabend, 28. Januar, kam an fast identischer Stelle erneut ein Auto von der Straße ab, nachdem es beim Überholen einen Lkw touchiert hatte. Der Autofahrer hatte nach der zweispurigen A94 versucht, noch auf der Sperrfläche den Lkw zu überholen. Das Auto durchschlug einen Zaun und schleuderte über den Graben und über das Feld. Der Fahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und hatte trotzdem noch Glück: Beinahe hätte er eine Verkehrstafel gerammt, als sein Wagen außer Kontrolle geriet.

A94: Autofahrer schwer verletzt

Das sagt die Polizei

Bereits zwei schwere Unfälle in diesem Jahr - Grund genug für unsere User über die Gefährlichkeit der Übergangsstelle von der A94 in die B12 zu diskutieren. Viele sprachen von einem Unfallschwerpunkt. Aber stimmt das?

"Der Übergang von der A94 in die B12 wird aus polizeilicher Sicht nicht als unfallträchtig angesehen", so die Aussage von Andreas Guske, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Zwar hätten sich dort in diesem Jahr bereits zwei Unfälle ereignet, der letzte Unfall davor liege aber bereits im Juli 2013 zurück. "Nichtsdestotrotz hat sich die Unfallkommission (Anm. d. Red.: besteht aus Vertretern der Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt, der Polizei und der Straßenbauverwaltung) über diese Gefahrenstelle bereits Gedanken gemacht", so Guske. Man sei hier aber zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Stelle bereits sehr gut "entschärft" sei. "Sie ist gut ausgeleuchtet und mit sehr vielen Warnbaken abgesichert, die bei einer Kollission nachgeben", so Guske abschließend.

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