Gute Stimmung bei der Südostbayernbahn

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Mühldorf - Alle großen Vorhaben sind im Zeitplan oder sogar der Zeit etwas voraus. Das erklärte Technikleiter Christian Kubasch bei einer Besichtigung der neuen Waschanlage.

Das heißeste Thema ist nach wie vor der zweigleisige Ausbau bis Tüßling, der sich in den letzten Zügen vor der öffentlichen Auslegung der Planung befindet, wie SOB-Abteilungsleiter Dennis Kollai betont. Erfreulicherweise habe das Eisenbahnbundesamt seine Durchsicht der Pläne abgeschlossen und sie mit Änderungswünschen an die SOB zurück geschickt: "Vor der Frist, sehr pünktlich". Die zurück gesandten Pläne enthalten nach seinen Angaben "realistische Auflagen". Durch die frühen Gespräche mit Anliegern könnten auch deren Wünsche eingearbeitet werden - so weit sie im Finanzrahmen blieben.

Kollai nannte als Beispiel den Bau von Wänden statt Dämmen dort, wo die Ausbaustrecke sehr nah oder auf Anliegergrundstücken verlaufen werde. Durch Wände könne Platz gespart werden; allerdings könnten nicht alle Wünsche befriedigt werden, weil sonst der Kostenrahmen von 120 Millionen Euro für den Ausbau gesprengt werde. Derzeit sei die Bahn mit etwa 25 Anliegern in engem Kontakt. Wer sich mit der SOB nicht einig werde, könne sich dann während des Anhörungsverfahrens offiziell mit Einwänden melden.

Richtfest der Fahrzeugreinigungsanlage

Auch für den Bau der Innbrücke sind Kollai und Kubasch optimistisch. Sie liegt eine Woche vor dem Zeitplan, der Brückenschlag wird in den kommenden vier Wochen vollendet, der Verkehrsfreigabe ist für die 4. Oktober vorgesehen.

Lediglich der Bau der neuen Zugwaschanlage steht unter Zeitdruck. Der Frost im November und die schwierigen Bodenarbeiten verzögerten die Arbeiten. Während der Erdarbeiten musste nicht nur kontaminiertes Erdreich untersucht und beseitigt, sondern ständig mit Funden von Weltkriegsbomben gerechnet werden. So habe die Bahn Spuren eines Ölunfalls in den 1970-Jahren entdeckt, die aufwändig analysiert und weggeschafft werden mussten.

Trotzdem würdigte Technikleiter Kubasch gestern die Arbeit der Baufirmen. Der Rohbau der Halle steht, es fehlen nur noch das Dach und der Innenausbau. Bis Oktober oder November soll die 64 Meter lange Waschanlage fertig sein, in der Loks mit bis zu vier Waggons gewaschen werden können. Kubasch erwartet sich eine deutlich höhere Sauberkeit der 142 Loks und Waggons der SOB. "Wir versprechen allen Reisenden picobello saubere Wagen", sagte Kubasch. Bis minus zehn Grad arbeitet die Anlage, die 2,3 Millionen Euro kostet, 60 Prozent davon zahlt der Freistaat, den Rest die SOB.

Eine Hackschnitzelanlage soll für warmes Wasser sorgen, ein neues Entwässerungs- und Reinigungssystem laut Kubasch höchste Umweltstandards garantieren.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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