"Es gibt 2011 ein Festival"

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"Es war mit Sicherheit die bessere Entscheidung, ein Jahr zu pausieren, als mit einem eher zweitklassigen Billing das Festival heuer durchzuziehen", sagt Heinz Preisch von der Konzert- und Künstleragentur KBK.

Mühldorf - Am 23. und 24. Juli hätte in der Mühldorfer Rennbahn das zweite Open-Air-Festival stattfinden sollen. Im Interview spricht Heinz Preisch von der Konzert- und Künstleragentur KBK über die Gründe der Absage und das Festival 2011.

Woran ist das "Great Wide Open" 2010 letztlich gescheitert?

Entscheidend war, dass mit Joe Cocker unser geplanter Headliner überraschenderweise seine Bestätigung zurückzog und wir ohne adäquaten Ersatz dastanden. Auf die Schnelle war da auch nichts mehr zu machen. Nach dem Erfolg im letzten Jahr hatten wir - und ganz sicher auch das Mühldorfer Publikum - gewisse Vorstellungen und Erwartungen an die Fortsetzung der Veranstaltung. Irgendjemand zu buchen, war nicht in unserem Sinne. Und ich denke, das hätte das Publikum auch nicht honoriert. Deshalb haben wir uns entschlossen, ein Jahr Pause zu machen.

Warum gab es keinen Plan B? Sie hätten das Festival mit der Band PUR, die ja bereits gebucht war, an einem Tag stattfinden lassen können.

Eine Beschränkung auf einen Tag mit PUR kam für uns nicht in Frage, weil die Band nur am Freitag für uns zur Verfügung stand. Die Enttäuschung bei uns war groß, aber Dinge wie diese passieren nun einmal und lassen sich leider nicht ändern.

Sie waren angeblich auch mit A-HA und Bryan Adams im Gespräch.

Wir standen tatsächlich mit den genannten Künstlern in Kontakt. Der Vertrag mit A-HA stand ebenfalls kurz vor dem Abschluss, allerdings hat sich das Management letztlich dann doch entschieden, ein Konzert im Rahmen der Abschiedstour in München zu spielen. Dadurch hatte sich Mühldorf aufgrund der geografischen Nähe zerschlagen.

Wie schwer ist es, namhafte Künstler zu einem relativ unbekannten Festival zu locken? Oder ist alles letztlich nur eine Frage des Geldes?

Grundsätzlich geht es bei einem Festival-Booking meist um die generelle Verfügbarkeit. Einen großen Künstler für einen Abend einzufliegen, ist in der Regel unbezahlbar. Die Höhe des Angebots spielt natürlich eine Rolle. Die Bekanntheit des Festivals ist dagegen weniger ausschlaggebend, zumal das Great Wide Open - ungeachtet seiner Jungfräulichkeit - bereits im ersten Jahr einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat, der weit über den vergleichbarer Festivals hinausgeht. Was vor allem daran liegt, dass wir für das Great Wide Open 2009 bundesweit in die Werbung gegangen sind.

Haben Sie Bedenken, dass die Pause dem Festival, das Sie ja dauerhaft installieren wollen, schadet?

Ich denke nicht. Im Gegenteil, es hält das Interesse am Great Wide Open wach. Und es war mit Sicherheit die bessere Entscheidung, ein Jahr zu pausieren, als mit einem eher zweitklassigen Billing das Festival heuer durchzuziehen.

Gibt es 2011 wieder ein Festival?

Ja, es gibt ein Festival. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Wird PUR dabei sein?

Das können wir heute noch nicht sagen. Ich denke aber, dass wir mit einigen Überraschungen aufwarten können.

Sie halten aber an Ihrem Plan fest, das Great Wide Open auf zwei Tage auszudehnen?

Das ist richtig. Wir planen ein Zweitagesfestival.

ha/Mühldorfer Anzeiger

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