Freie Fahrt für die Feuerwehr

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Kostengünstig und unproblematisch nennt Ampfings Bauamtschef Alois Wilhelm die Brücken-Lösung am Jahnweg mit Stahlblechbogen. Die Alternative, die Brücke komplett aus Beton zu gießen, sei dagegen optisch unattraktiver und teurer. Zudem können Betonbrücken laut Wilhelm Risse bekommen und hätten dadurch eine kürzere Haltbarkeit.

Ampfing (MA) - Ein Glück, dass es in den vergangenen Monaten am Ende des Jahnwegs nicht gebrannt hat. Oder dass niemand umgezogen ist. Dass die Anwohner ihre Mülltonnen nicht einfach vor das Haus stellen konnten, sondern erst ein paar Meter über die Brücke gehen mussten, war längst normal.

Das Problem: Über die Brücke, die vermutlich 1961 gebaut worden war, durften schon lange keine Fahrzeuge mit einem Gewicht von über 1,5 Tonnen fahren. Eine Brückenprüfung im vergangenen Sommer hatte dem Bauwerk dann den Rest gegeben: Sie sei nicht mehr tragfähig, lautete das Fazit, und: Eine Rundumsanierung ist zwingend notwendig.

Die wäre jedoch teuer geworden, wie sich schnell herausstellte, so dass die Gemeinde einstimmig beschloss: "Wir bauen die Brücke neu." Die Kosten halten sich laut Bauamtsleiter Alois Wilhelm mit 140000 Euro in Grenzen, eine Sanierung wäre weit kostspieliger geworden.

Seit September laufen nun die Bauarbeiten für die neue Brücke. Viel Glück hatte die ausführende Firma dabei mit dem Wetter: Sämtliche Arbeiten am Grund des Baches - etwa an Leitungen oder am Fundament - wurden fertiggestellt, als der Bach niederschlagsbedingt noch kein Wasser führte. Der Regen am Montag konnte den Bauarbeiten dann schon nichts mehr anhaben: Für das Einheben der Stahlblechbögen sowie die anschließende Aufschüttung der Brücke mit Kies und Beton braucht es keinen Sonnenschein. Starkregen dagegen hätte die Bauarbeiten durchaus verzögern können; dann nämlich führt der meist harmlose Howaschgraben sieben Kubikmeter Wasser pro Sekunde.

Die weit größere Maßnahme als der Brückenbau am Jahnweg steht dem Bach jedoch erst noch bevor. Da das Gewässer nämlich nicht nur den Jahnweg, sondern auch die künftige A94 kreuzt, muss der Bach in Betonkanälen unter der Autobahn hindurchgeleitet werden.

Fürs erste ist der Bauamtsleiter jedoch "froh, wenn diese Brücke fertig ist." Der Jahnweg sei bei eventuellen Unglücksfällen an der ausgebauten Bahnstrecke schließlich wichtiger Zufahrtsweg für die Feuerwehren.

Ab Dezember soll der Jahnweg wieder für alle Fahrzeugtypen befahrbar sein.

zip/Mühldorfer Anzeiger

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