Fliegl und Baulandmodell

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mühldorf (MA) - Nur vier Wortmeldungen gab es in der ruhigen Mößlinger Bürgerversammlung. Die Themen drehten sich ums Bauen und Bäume. **Skepsis gegenüber Mobilfunkantrag**

Kurmeier.

Johann Kurmeier: "Gilt das Mühldorfer Baulandmodell auch im neuen Baugebiet an der Oderstraße?

Bürgermeister Günther Knoblauch: "Im Prinzip ja. Wo kein Baurecht herrscht, gilt 20/30/50 (siehe Kasten, Anm. der Red.), an der Oderstraße besteht aber bereits seit den 70er-Jahren ein Bebauungsplan. Deshalb war das Mühldorfer Modell so nicht anwendbar. Der alte Bebauungsplan war aber nicht umsetzbar, weil er sechs- oder siebenstöckige Häuser über Grundstücksgrenzen hinweg vorsah. Bei der neuen Planung erhält die Stadt 28,6 Prozent kostenlos, den Rest können die Grundstücksbesitzer nutzen.

Abele.

Gerhard Abele: "Positiv ist, dass wir in der Schwindstraße nicht mehr vom Gestank der Biogasanlage belästigt werden. Dafür herzlichen Dank. Jetzt geht es um die Bäume in unserer Straße, die nur einen Meter vom Gartenzaun gepflanzt wurden."

Knoblauch: "Wir werden uns das mit dem Bauamt anschauen und mit der Unteren Naturschutzbehörde besprechen. Denn wir können nicht einfach Bäume rausschneiden, schließlich müssen wir uns an den Grünordnungsplan dort halten. Deshalb ist das Problem nicht in ein paar Tagen zu ändern."

Böckele.

Manfred Böcker: "Ich bitte um wohlwollende Prüfung des Mobilfunkantrags, weil es vielen Mößlingern ein Anliegen ist. Über 30 Prozent der Mößlinger stehen dahinter. Muss ein Mobilfunkmast mitten in einem Wohngebiet stehen?"

Knoblauch: "Wir müssen das Thema objektiv behandeln. Dazu gehört die Prüfung der Rechtslage, des Willens der Bürger und anderes mehr, das wir in unserer Entscheidung abwägen müssen. Es gibt aber rechtliche Eckpunkte, die wir akzeptieren müssen und an denen wir nicht vorbeikommen. Aber, wie gesagt, wir werden das innerhalb der nächsten drei Monate prüfen und dann entscheiden (siehe auch "Skepsis gegenüber Mobilfunkantrag").

Maderlechner.

Adolf Maderlechner: "Das Unternehmen Fliegl baut jetzt genau dort, wo es hingehört. Meine Frage ist: Hat der Grundstücksverkauf an der Frixinger Straße an die Firma Fliegl etwas mit der Ansiedlung zu tun?"

Knoblauch: "Wir reden in Bürgerversammlungen nicht über Grundstücksverkäufe. Nur so viel: Der Verkauf hat nichts mit der Ansiedelung zu tun. Ich wehre mich dagegen, da etwas zu konstruieren.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Lesen Sie hierzu auch:

Skepsis gegenüber Mobilfunkantrag

Rubriklistenbild: © re

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser