Daumen hoch für flexible Grundschule

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Polling - Seit einem halben Jahr läuft in der Grundschule Polling der Modellversuch "flexible Grundschule". Zeit für eine Zwischenbilanz.

"Ich habe bisher nur positive Erfahrungen mit dem Konzept flexible Grundschule gemacht", berichtet Susanne Rehse, Klassenleiterin der Modellklasse an der Pollinger Grundschule, die als eine von 20 Grundschulen in Bayern an dem Projekt teilnimmt. In einer gemeinsamen Klasse unterrichtet die Lehrerin Erst- und Zweitklässler. "Die Kinder können in ihrem eigenen Tempo lernen, die Älteren helfen den Jüngeren, das Konzept hat große Vorteile, sowohl für die Schüler als auch für mich als Lehrkraft."

Schüler, denen das Lernen leicht fällt, können die Grundschule in drei Jahren abschließen. Diejenigen die sich schwer tun, haben dafür bis zu vier Jahre Zeit. "Das Konzept geht individuell auf die Stärken und Schwächen der Kinder ein", erklärt die Klassenleiterin.

Flexible Grundschule Polling

Konkret bearbeiten die Schüler im Unterricht Arbeitsblätter in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Ein Erstklässler kann so auch die Aufgaben eines Zweitklässers bearbeiten, wenn er soweit ist. Der Fokus in der Unterrichtsmethodik liegt auf Gruppenarbeiten, bei denen sich die Schüler gegenseitig helfen können.

"Die Eltern waren anfangs skeptisch", meint Rektorin Gabriele Schmauß-Benedikt. "Mittlerweile haben wir aber nur positive Rückmeldungen." Der Modellversuch ist auf drei Jahre angesetzt. Ob er sich danach für alle Grundschulen durchsetzt, wird sich zeigen. "Wir können noch keine Prognosen machen", so Schmauß-Benedikt. "In unserer Schule hat sich das Konzept aber bewährt."

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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