ESV feiert 50-jähriges Bestehen

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Für ihre langjährige Tätigkeit im Verein wurden Josef Westenkirchner (links) und Willi Roßmaier (rechts) von BLSV-Vorstand Josef Elsberger geehrt.

Mühldorf - Die Eisenbahn-Familie und das Gemeinschaftserlebnis Sport waren die Hauptthemen beim Festabend des ESV Mühldorf.

Vorsitzender Johann Schaffer begrüßte am Samstag, den 24. September, den Schirmherr und Minister a.D. Erwin Huber als Festredner auf dem Vereinsgelände. Neben vielen Mitgliedern, darunter einige Gründungsmitglieder, waren auch zahlreiche Gäste aus Politik und Bahn gekommen.

Erwin Huber lobte die "große Aufbauleistung", die der ESV seit seiner Gründung 1961 geleistet habe. Ein "schönes Sportgelände, gutes Angebot an Breitensport, Geselligkeit, Kameradschaft und gute Jugendarbeit" sei nur unter dem Einsatz vieler Ehrenamtlicher möglich.

Das Jubiläum gebe einen guten Anlass, ihnen zu danken, so Huber. "Ohne ihren Einsatz wäre es nicht möglich, einen so großen Sportverein zu organisieren." Aufgabe der Politik sei, das Ehrenamt zu unterstützen, sagte Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer, mit der Ehrenamtspauschale sei ein Baustein auf den Weg gebracht worden und derzeit laufe ein Verfahren, andere Haftungsmaßstäbe für Vereinsfunktionäre einzuführen, um ihre Arbeit zu erleichtern.

Den Bau der Sporthalle lobte Bürgermeister Günther Knoblauch als "großartige Eigenleistung", die Halle habe viele Sportangebote erst ermöglicht. Und auch im geselligen Bereich trage der ESV viel zum gesellschaftlichen Leben in Mühldorf bei.

Er thematisierte auch das "Damoklesschwert", das über dem ESV schwebe. Sollten nicht mehr die Hälfte der Mitglieder Eisenbahner sein, müsste der Verein Pacht an den Besitzer Bundeseisenbahnvermögen für das Gelände bezahlen. "Das Gelände wird immer Sportgelände bleiben", versprach er, "die Stadt wird immer zum ESV stehen."

Auch vonseiten der Bahn klang Unterstützung in dieser Frage an: "So engagiert wie der ESV ist, hat er sicher kein Problem, Bahn-Mitarbeiter zu begeistern", sagte Konzernbevollmächtigter Klaus-Dieter Josel. "Mit der Südostbayernbahn gibt es in Mühldorf ja wieder eine Eisenbahn-Familie."

Und SOB-Geschäftsführer Christoph Kraller versprach: "Wir haben mittlerweile 800 Mitglieder, da muss es mit dem Teufel zugehen, wenn wir das mit den 50 Prozent nicht hinkriegen." "Wenn die ESV-Familie weiterhin so zusammenhält", war Bürgermeister Knoblauch überzeugt, "gibt es den ESV auch in den nächsten 50 Jahren."

Trotz der Probleme erhalte der ESV auch Unterstützung von der Bahn, als betriebliche Sozialeinrichtung werden die 300 Eisenbahnersportvereine deutschlandweit mit fast einer Million Euro jährlich gefördert, sagte der Bezirksvorsitzende des Verbandes Deutscher Eisenbahnsportvereine Bayern-Süd, Karl Feichtner.

Der ESV Mühldorf sei ein überaus lebendiger Verein, der auch viel Breitensport anbiete. Dieses Engagement würdigte er mit einer Spende des Verbandes. Der BLSV-Vorsitzende Josef Elsberger lobte vor allem das reichhaltige Festprogramm mit Discoabend, Frühschoppen und Sternstunden-Fußballturnier Mühldorf-Auswahl gegen FC Sternstunden. Im Namen des DFB gratulierte Franz Einmannsberger zum Gründungsjubiläum.

Eine der größten Herausforderungen seiner Geschichte habe der Verein heuer mit dem Anschluss an das städtische Kanalnetz zu meistern, der rund 30000 Euro kosten wird, sagte Schaffer, "Ohne Sponsoren können wir das nicht schultern", betonte er. Trotzdem stand zuerst das Feiern im Vordergrund und so konnte Schaffer elf Gründungsmitglieder für 50-jährige Vereinszugehörigkeit ehren sowie Josef Westenkirchner und Willi Roßmaier für langjährige Tätigkeit als Funktionäre, Schaffer selbst wurde für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet.

Ehrungen:

50 Jahre: Hans Antholzner, Adolf Dietl, Rudolf Harvolk, Paul Punkes, Manfred Rieß, Ernst Speckmeier, Walter Speckmeier, Martin Striegel, Elfriede Detterbeck, Gerhard Dresel, Hans Guerra, Adolf Bergmann

40 Jahre: Gert Demus, Rudolf Denk, Klaus Dlugosch, Alois Eder, Karl Fischer, Heribert Gstattenbauer, Alois Häusler, Manfred Höllriegel, Hans Liebl, Günter Malles, Ferdinand Merkl, Robert Schlögl, Adolf Schober, Horst Tippelt, Heinz Garbe, Josef Friedl, Josef Gassner, Erwin Habelsberger, Willi Kaufmann, Walter Liebhart, Harald Mittermeier, Willi Roßmaier, Werner Schinke, Johann Seemann, Willi Strasser, Josef Westenkirchner, Josef Elsberger, Hans Geixner, Peter König, Josef Hüter, Rudolf Röls, Lothar Wille, Uwe Rupprecht, Hartfried Horznek, Margarita Horznek, Barbara Suhrer, Heinz Zuber, Max Oberbauer.

nl/Mühldorfer Anzeiger

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