Fast einstimmig nominiert

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Mit einem fast einstimmigen Ergebnis wurde Stephan Mayer (Zweiter von rechts) wieder als CSU-Direktkandidat für den Bundeswahlkreis Altötting-Mühldorf nominiert. Es gratulierten von links: Erwin Schneider, Eva Köhr und Ingrid Heckner.

Mühldorf - Mit 133 von 134 Stimmen haben die CSU-Bundeswahlkreis-Delegierten den 38-jährigen Stephan Mayer aus Neuötting wieder als CSU-Direktkandidaten nominiert

Mühldorf - Die CSU-Bundeswahlkreis-Delegierten hoben auf der CSU-Delegiertenversammlung im Mühldorfer Stadtsaal mit 133 Stimmen, eine Stimme war ungültig, den bisherigen CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer auf das Schild. Er wird als Direktkandidat für den Bundeswahlkreis Altötting-Mühldorf die CSU in beiden Landkreisen in die Bundestagswahl im kommenden Jahr führen.

Die Delegierten folgten dem Aufruf von Altöttings Landrat Erwin Schneider, der "einen sehr guten Start" für den Kandidaten gefordert hatte. "Am besten wäre es, wir nominierten Stephan Mayer einstimmig", erklärte Schneider. Die CSU-Delegierten aus den beiden Landkreisen demonstrierten bei dieser Aufstellungsversammlung Einigkeit und Geschlossenheit.

In seinem Rechenschaftsbericht stellte Mayer heraus, dass die Region Altötting-Mühldorf gestärkt aus der Wirtschaftskrise der Jahre 2008/2009 hervorgegangen sei. Er verwies darauf, dass in den letzten vier Jahren die Wirtschaft rund fünf Milliarden Euro in die Region investiert habe. "Ich bin mit der wirtschaftlichen Entwicklung und der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sowie bei den Ausbildungsplätzen sehr zufrieden", stellte der Bundestagsabgeordnete heraus.

Zugleich verwies er darauf, dass durch die beiden Konjunkturprogramme enorme Bundesmittel in die beiden Landkreise geflossen seien. Mayer führte den Bau des Autobahnteilstücks der A 94 Ampfing-Heldenstein mit rund 80 Millionen Euro sowie den Bau der Eisenbahnbrück bei Aham ins Feld.

Für den 38-Jährigen bleiben die Vollendung der A 94 und der weitere zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke die zentralen Aufgaben bei der Verbesserung der Infrastruktur. "Wir haben es immer geschafft, die Mittel zum Weiterbau der A 94 aus Berlin zu holen, wenn Baurecht bestanden hat. Ich bin zuversichtlich, dass es bei den beiden letzten Abschnitten, die rund 350 Millionen Euro kosten werden, ebenso gelingt", erklärte Mayer.

Er hält an seinem Ziel fest, dass die A 94 bis zum Jahr 2018 durchgängig von München bis Marktl befahrbar sei. "Ich will dieses Ziel nicht nach hinten schieben. Es ist ein ehrgeiziges Ziel, aber man muss sich ehrgeizige Ziele setzen und diese verfolgen. Die Vollendung der Autobahn bleibt mein prioritäres Top-Thema", stellte der Bundestagsabgeordnete heraus. Zugleich betonte er, dass diese Erfolge bei der A 94 auch darin begründet sind, dass die Region in dieser Frage geschlossen aufgetreten sei.

Stephan Mayer geht davon aus, dass sich bis zum Jahr 2015 der Gütertransport auf der Schiene verdoppeln wird. "Wir können mit dem Bahnausbau in der Region nicht zufrieden sein, aber wir haben den Fuß in der Tür", erklärte er. Nach seinen Worten gibt es keine Veranlassung an der Zusage von Verkehrsminister Peter Ramsauer zu zweifeln, dass nach einem Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt Altmühldorf-Tüßling die erforderlichen Mittel von rund 126 Millionen Euro durch den Bund in dieses Projekt fließen werden.

Konkret stellte er die finanziellen Hilfen des Bundes bei der KZ-Gedenkstätte im Mühldorfer Hart, den Erhalt und die Auffstockung der Bundespolizei in Mühldorf, die Ortsumfahrung von Neumarkt-St. Veit und die Ausstattung des THW mit neuen Fahrzeugen heraus.

"Die Energiewende wird von der Region noch viel verlangen", betonte Mayer. Die Region, so der Bundestagsabgeordnete, verbrauche mehr Strom als der Regierungsbezirk Unterfranken. Dies ist durch die chemische Industrie mit ihren rund 25 000 Beschäftigten und weiteren 50 000 in den Zulieferfirmen begründet. "Wir brauchen einen Strompreis, der für Verbraucher und Industrie bezahlbar bleibt", gab Mayer den Weg vor. Er sprach sich für eine ausgewogene Mischung der Energieerzeugung aus und verwies auf die sechs Wasserkraftwerke, die der Verbund in beiden Landkreisen betreibe.

"Wir sind solidarisch, aber nicht blöd, wenn es um den Länderfinanzausgleich geht", rief Mayer den Delegierten zu. Nach seinen Worten war Bayern bis 1986 ein Nehmerland im Länderfinanzausgleich. Seit 1986 habe Bayern, so der CSU-Bundstagsabgeordnete, elf Mal mehr in den Finanzausgleich einbezahlt, als es bekommen habe. Er forderte einen gerechteren Länderfinanzausgleich.

"Für mich stehen die Menschen in meinem Wahlkreis im Mittelpunkt. Ich kann von allen Seiten angespielt werden. Ich bin sehr stolz und arbeite mit großer Freude für die Region in Berlin", stellte Mayer zum Schluss seines Berichtes heraus.

sb (Mühldorfer Anzeiger)

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