Familien im Mittelpunkt

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Mühldorf - Auf dem 2. Familiensymposium gab es einen regen Austasch. Wie kann man Familien besser unterstützen? Was muss sich ändern?

Zusammen kommen, zusammen wachsen, zusammen weiter blühen: Auf dem 2. Familiensymposium im Landkreis Mühldorf a. Inn präsentierte die Bildungsinitiative Lernen vor Ort gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern die Ergebnisse der zweieinhalbjährigen Zusammenarbeit im Schwerpunkt Familienbildung im neuen Bürgerhaus in Schwindegg.

Neue Wege im Zusammenleben

"Wir fahren nicht mehr mit demselben Auto wie vor 50 Jahren. Veränderungen gehören zum Leben und sie sind notwendig", so Landrat Georg Huber in seiner Begrüßung. Dies sei besonders wichtig, um den Familien im Landkreis Mühldorf a. Inn eine optimale Lebensqualität zu bieten. Die Familienbildungsakteure haben zusammen mit Lernen vor Ort neue Wege beschritten und erfolgreiche Ergebnisse produziert.

Neues Bildungsprogramm für Eltern

Dazu zählt zum Beispiel "Mit Liebe ins Leben": Gemeinsam mit verschiedenen Bildungsträgern aus dem Landkreis hat das Landratsamt Mühldorf a. Inn unter Federführung der Bildungsinitiative Lernen vor Ort in einer Arbeitsgruppe dieses modulare Elternbildungsprogramm entwickelt. Dabei wurden Vorträge und Seminare zu den Themen „Schwangerschaft und Geburt“, „Bindung und Erziehung“, „Gesundheitliche Entwicklung“ und „Paarbeziehung“ verschiedener Anbieter aus dem Landkreis in einer Broschüre zusammengefasst. Um die Erreichbarkeit zu erhöhen, finden diese auf Anfrage an unterschiedlichen Orten und bei verschiedenen Trägern im Landkreis statt.

Kitas und Familienzentren unverzichtbar

Eine weitere Entwicklung der gemeinsamen Zusammenarbeit von Lernen vor Ort und Familienbildungsanbietern ist die Weiterbildung „Innovationsorte Kita und Familienzentren“. Tageseinrichtungen für Kinder als Orte frühkindlicher Bildung sind für Familien unverzichtbare Partner in der Stärkung, Unterstützung und Begleitung ihrer Erziehungs- und Bildungskompetenz. Gemeinsam mit dem Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. läuft seit Januar 2011 eine landkreisspezifische Weiterbildung. Diese wurde im Rahmen von Lernen vor Ort in Kooperation mit dem Amt für Jugend und Familie Mühldorf a. Inn sowie der Fachakademie für Sozialpädagogik Mühldorf a. Inn speziell auf die Gegebenheiten des Landkreises Mühldorf a. Inn angepasst. So werden zusätzlich Themen, wie die Zusammenarbeit mit Familien mit Migrationshintergrund, das generationenübergreifende Miteinander als auch die generelle Herausforderung, die Erreichbarkeit von Familien, beleuchtet.

Prozess mit vielen Hürden

Der Prozess, den Familien im Landkreis gute Lebensbedingungen zu schaffen ist nicht abgeschlossen, weitere Herausforderungen warten. Monika Bradna vom Deutschen Jugendinstitut München wies in ihrem Impulsvortrag darauf hin, dass es entscheidend sei die sogenannten "bildungsfernen Eltern" zur Teilnahme an Angeboten zu motivieren. Hier liegt eine der größten Hürden der nächsten Jahre.

Dank an ehrenamtliche Helfer

In dem abschließenden Podiumsgespräch erörterten die Familienbildungsakteure den Stand der Familienbildung im Landkreis Mühldorf a. Inn und wagten einen Ausblick: Maria Geidobler, Geschäftsführerin vom Katholischen Kreisbildungswerk Mühldorf e.V. betonte die Bedeutung der Ehrenamtlichen. Nur mit deren Unterstützung könne man optimal in der Fläche arbeiten. Das Potential jedes Kindes muss entdeckt und gefördert werden, so Bürgermeisterin Annemarie Haslberger. Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner wies eindringlich darauf hin, dass die Gemeinden mehr in Bildung investieren sollten und dafür beispielsweise den Bau einer Straße mal zurückstellen sollten.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf / red

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