Endlich schnelles Internet

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Ein kleines Stück Glasfaserdraht und so wichtig wie die Autobahn: Anton Raischl (Mitte) erklärt Astrid Reber von der Wirtschaftsförderung der Stadt und Bürgermeister Knoblauch, wie die schnelle Internetverbindung funktioniert. Derweil wird im Hintergrund der erste neue Schaltkasten aufgestellt.

Mühldorf - In etwa vier Wochen soll es im Industriepark schnelles Internet geben. Die Telekom hat mit der Verlegung der Leitungen begonnen, Staat und Stadt zahlen kräftig mit.

Der technische Vorgang ist eher einfach, das dahintersteckende Tauziehen war umso langwieriger. So dauerten die Verhandlungen ein Jahr, die Umstellungsarbeit für das gesamte Industriegebiet, dazu zählen auch die nicht bebauten Gebiete südlich der Nordumfahrung und das Gewerbegebiet an der Egglkofenstraße, dauert nur wenige Wochen. In dieser Zeit stellt die Telekom neue Schaltkästen auf, in denen die Glasfaserkabel enden. Ihr Knotenpunkt ist die Telekomhauptstelle in Bonimeirring, wo die Signale zusammenlaufen.

Die Glasfaserkabel werden durch Leerrohre ins Gewerbegebiet gebracht und erreichen dort in einem Ring rund um das Industriegebiet vier Verteilerkäsen. Die letzten Meter in die Häuser und Gewerbebetriebe laufen wie bisher über Kupferdrähte. Eine Leistung von mindestens 16.000 Kilobyte soll den Gewerbekunden damit zur Verfügung stehen.

Auch Privathäuser in einem schmalen Streifen östlich der Mößlinger und südöstlich der Inneren Neumarkter Straße können nach Angaben Anton Raischls von der Telekom vom schnelleren Internet profitieren. Sie dürfen dazu aber maximal 500 Meter vom Verteilerkasten in der Lorenz-Strobl-Straße entfernt sein.

Die rote Linie markiert die Grenze des Einzugsbereichs der neuen, schnellen Internetverbindung. Wer wissen will, ob er davon profitiert, muss sich bei der Telekom erkundigen.

Hinter den jetzigen Arbeiten steckt das jahrelange Bemühen der Stadt, Gewerbebetrieben endlich eine schnelle Internetverbindung zu Verfügung zu stellen. 2007 machte die Stadt eine Bestandsaufname und nahm anschließend Kontakt mit Anbietern auf, jetzt ist es endlich so weit. Da mutet die Werberede von Telekomplaner Raischl schon seltsam an, als er bei der Vorstellung der Arbeiten die Bedeutung des 16.000er-Anschlusses mit dem Ausbau der Autobahn verglich. Diese Erkenntnis hat sich in Mühldorf längst durchgesetzt, allein: Bislang fehlte ein Anbieter, der die Breitbandversorgung übernehmen wollte.

Auch die Telekom erklärte sich erst bereit, als sie eine "Deckungslücke" bei den Investitionskosten von 49.000 Euro geltend machen konnte. Diese Deckungslücke schließen der Freistaat und die Stadt. Mühldorf trägt 15.000 Euro, den Rest überweist München im Rahmen der Breitbandinitiative.

Wer die Verfügbarkeit für seinen Anschluss überprüfen will, kann dies im Internet oder im Telekom-Shop am Stadtplatz tun: www.dslweb.de.

re/Mühldorfer Anzeiger

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