Brustkrebs: Vor Ort eine gute Behandlung

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Die Kliniken Eggenfelden und Mühldorf kooperieren im Bereich der Brustkrebsbehandlung. Das geben für die Klinik Eggenfelden Chefarzt Terhaag, Geschäftsführer Dr. Robert Riefenstahl und Landrätin Mayer sowie für die Klinik Mühldorf Landrat Huber, Chefarzt Richter und Geschäftsführer Kelbel (von links) bekannt.

Mühldorf - Der renommierte Gynäkologe Dr. Jürgen Terhaag vom Brustzentrum der Kreisklinik Eggenfelden bietet eine Sprechstunde in Mühldorf an - Behandlung findet vor Ort statt.

Etwa jede zehnte Frau erkrankt im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs. Um die Versorgung dieser Patientinnen in der Region sicherzustellen, hat die Klinik Mühldorf einen neuen Operationsschwerpunkt in Kooperation mit der Kreisklinik Eggenfelden ins Leben gerufen. Der Chefarzt des Eggenfeldener Brustzentrums, Dr. Jürgen Terhaag, bietet jeden Mittwoch eine Sprechstunde für erkrankte Frauen in der Region an und die Therapie kann - bis auf schwierige Fälle, die spezieller Gerätemedizin bedürfen - im Krankenhaus Mühldorf durchgeführt werden.

Terhaag hat als Spezialist auf dem Gebiet der operativen gynäkologischen Onkologie einen überregionalen Ruf. Vor der Kooperation mit dem Eggenfeldener Brustzentrum hat die Klinik die onkologische Mammachirurgie mittels der gynäkologischen Belegärzte und dem niedergelassenen Gynäkologen Dr. Franz Starflinger abgedeckt, der jetzt in Ruhestand geht. "Wir wollen weiterhin wohnortnahe Behandlung im Landkreis anbieten", sagte Klinikengeschäftsführer Heiner Kelbel. "Gerade die Brustkrebstherapie entwickelt sich rasant weiter", erklärte Terhaag, "hier ist es wichtig, auf dem aktuellen Stand zu bleiben." Nur so können den Patientinnen beste kosmetische Behandlung und onkologische Sicherheit gewährleistet werden.

Die beiden Landräte Bruni Mayer (Rottal-Inn) und Georg Huber (Mühldorf) zeigten sich begeistert von der Kooperation ihrer Kreiskliniken. "Die Zeiten sind vorbei, wo jeder alles alleine können muss", sagte Mayer, "und auch das Konkurrenzdenken ist weniger geworden." Die Spezialisierung im Gesundheitswesen über Landkreisgrenzen hinweg sei die Zukunft der medizinischen Versorgung vor allem im ländlichen Raum. Mit der Fortführung der Parallelstrukturen werde das ländliche Gesundheitssystem zerstört, betonte auch Huber. Die Klinik Mühldorf sei schon lange dazu übergegangen, aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten heraus mit externen Partnern zu kooperieren. Nur so sei es möglich, die medizinische Versorgung auf einem hohen Stand zu halten.

Vor allem bei Brustkrebspatientinnen sei es wichtig, in einer Zeit der Angst kompetente Ansprechpartner zu haben, denen die Frauen Vertrauen schenken können, betonte Mayer. Das sei im Brustzentrum in Eggenfelden der Fall und könne jetzt auf Mühldorf ausgedehnt werden.

Vor allem in der Brustonkologie sei interdisziplinäre, allumfassende Behandlung wichtig, betonte auch der Mühldorfer Chefarzt Dr. Wolfgang Richter. Die bisherige Zusammenarbeit mit den Eggenfelden Kollegen sowie klinikintern etwa mit dem onkologischen Darmzenturm sei auf diesem Gebiet sehr effizient. Ziel der Kooperation sei, so Dr. Richter, langfristig die Voraussetzung für ein kooperatives Brustkrebszentrum auch an der Klinik Mühldorf zu erfüllen.

nl/Mühldorfer Anzeiger

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