Beirat lässt seine Arbeit ruhen

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Mühldorf (MA) - Der Beirat des FC Mühldorf lässt seine Arbeit ruhen. Die Mitglieder halten ihre Tätigkeit derzeit nicht mehr für notwendig.

Mühldorf - Der Beirat des FC Mühldorf, gebildet aus Vertretern der Wirtschaft und der Politik, wird nicht mehr aktiv sein. Das haben die Mitglieder Dr. Kurt Woelfl, Geschäftsführer von ODU, und Bürgermeister Günther Knoblauch dem Vereinsvorsitzenden in der vergangenen Woche bei einem Gespräch mitgeteilt. "Es ist nicht mehr notwendig, dass der Beirat als Institution tätig ist", sagte Knoblauch auf Anfrage. "Jeder Einzelne unterstützt den Verein aber weiter und bleibt auch Mitglied." Dank der Arbeit des Vorstands und des Vereins habe der Beirat seine Funktion eingebüßt und sei deshalb nicht mehr notwendig. "Dem Verein geht dadurch aber nichts verloren. " Nach Angaben Knoblauchs hätten die sechs Beiratsmitglieder die Arbeit des Vorstands bei dem gemeinsamen Gespräch ausdrücklich gewürdigt.

Nach Ansicht von Vorstand Werner Groß war der Beirat ein wichtiger Verbindungsteil zwischen dem Verein und der Wirtschaft. "Das Problem ist aber derzeit, genügend Firmen zu finden, die den Verein unterstützen." Vor allem Sponsoren für größere Beträge machten sich rar.

Deshalb habe der FC selbst versucht, neue Einnahmequellen zu erschließen, mit der Disko in der Tierzuchthalle oder dem Parkplatzdienst beim Sommer Openair "Great wide open" sei dies auch gelungen. Finanziell muss der FC knapp kalkulieren, die aufwendige Jugendarbeit und der Spielbetrieb an mehreren Orten samt den Betriebskosten für die Vereinsheime führten im vergangenen Sommer zu einem Loch von 16000 Euro in der Kasse, das der Stadtrat mit einem Vorschuss auf den zu erwartenden Jahreszuschuss stopfte.

Groß wies Gerüchte zurück, der Verein zahle ehemaligen Trainern noch immer Aufwandsentschädigungen. "Das stimmt nicht. Die Trainer bekommen seit Ende ihrer Tätigkeit kein Geld mehr. Wir haben die Zahlungen sofort eingestellt."

Obwohl der FC seit dem letzten Frühjahr mit einem neuen Trainer arbeitet, bleibt der sportliche Erfolg nach einem guten Saisonstart und trotz des Siegs am vergangenen Spieltag derzeit aus und bringt den FC weiter weg von seinem Ziel: Den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga. Unerklärlich nennt Groß die Niederlagenserie der letzten Woche und findet als Beispiel die Begegnung gegen Oberbergkirchen: Der FCM sei die überlegene Mannschaft gewesen, habe aber keinen Ball ins Tor gebracht und schließlich folgerichtig 1:3 verloren: "Wir sind selbst am rätseln."

hon/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © www.iivs.de

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