Baubeginn lieber heute als morgen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Längst überfällig ist die Sanierung der Straße zwischen Ober- und Unterflossing. Dieses Jahr soll sie endlich in Angriff genommen werden.

Polling - Die Gemeinde will nicht länger warten: Die Sanierung der Straße zwischen Ober- und Unterflossing soll in diesem Jahr endlich in Angriff genommen werden.

Die Sanierung der Straße zwischen Ober- und Unterflossing soll in diesem Jahr endlich in Angriff genommen werden - unabhängig davon, ob das Staatliche Bauamt die Ortsdurchfahrt Unterflossing zeitgleich erneuert.

Schon voriges Jahr wollte die Gemeinde die Straßensanierung angehen, aber die Zuschusszusage kam einfach zu spät. Heuer soll es endlich so weit sein - das steht fest. Unklar ist weiterhin, bis wann das Staatliche Bauamt die Ortsdurchfahrt Unterflossing erneuert und somit auch der Kanalbau umgesetzt werden kann.

Durchgängig 5,50 Meter breit soll die Straße zwischen Unter- und Oberflossing werden, rechts und links jeweils ein 75 Zentimeter breites Bankett die Fahrbahn flankieren. Mit einer Bauzeit von etwa acht Wochen rechnet Techniker Robert Sagstetter vom Ingenieurbüro Behringer. Auf 255000 Euro belaufen sich die Baukosten, wofür eine Förderung in Höhe von 50 Prozent zugesagt ist. 50000 Euro sind bereits ausbezahlt.

Die Kosten ließen sich noch weiter minimieren. Dazu müsste die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße und der Staatsstraße durch Unterflossing zeitnah ablaufen. Denn: "Bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt fällt teerhaltiges Material an, das entsorgt werden muss", erklärte Sagstetter. Zum größten Teil ist das Staatliche Bauamt dafür zuständig, da dort auch die Straßenbaulast liegt. Für das Material, das entlang der Kanaltrasse anfällt, ist allerdings die Gemeinde zuständig.

Das gesamte recycelte Material könne als Unterbau für die Gemeindeverbindungsstraße verwendet werden. Die Gemeinde würde auf diese Weise etwa 23500 Euro einsparen, rechnete Sagstetter vor. Von dieser Idee war im Gremium aber kaum jemand begeistert.

"Um das teerhaltige Material soll sich das Bauamt kümmern, das Risiko soll nicht bei der Gemeinde bleiben", sagte Wolfgang Lohr (CSU). Ihm gefiel nicht, dass damit die beiden Maßnahmen eng zusammenhängen würden. Damit müsse die Staatsstraße vor der Gemeindestraße umgesetzt werden, diese Maßnahme allerdings noch nicht gesichert sei. Er forderte eine klare Trennung. Für Anton Jobst gab es zu viele Unwägbarkeiten. Sein Wunsch: "Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach."

In eine Abhängigkeit will sich Konrad Wimmer nicht begeben: "Das kontaminierte Material hinterlassen wir der nächsten Generation. Wohin damit?" Von einem "Lockvogelangebot" für das Staatliche Bauamt sprach Zweiter Bürgermeister Konrad Lorenz. "Der Teer in der Straße ist Angelegenheit des Staatlichen Bauamts."

Bürgermeister Hans Schmidbauer sicherte zu, dass in der Hinsicht mit dem Staatlichen Bauamt noch keine Gespräch geführt worden seien: "Es ist ein Wirtschaftlichkeits-Lösungsansatz, denn einen Teil der Entsorgung hat die Gemeinde ohnehin zu tragen." Aber er zeigte auch Verständnis für die Skepsis. "Ist die Kosteneinsparung der richtige Weg?", fragte er.

Kosten ließen sich auch vielleicht mit einer sofortigen Ausschreibung sparen, sagte Wolfgang Lohr. "Wenn wir bald mit dem Bau beginnen, bieten die Firmen vielleicht billigere Preise an und wir würden keine Probleme mit der Witterung im Herbst bekommen."

Die Bedenken im Gremium konnte Robert Sagstetter nicht ausräumen: "Das Material wird so oder so wieder eingebaut, nachdem es wiederaufbereitet worden ist." Dann halt an anderer Stelle.

Mit einer Gegenstimme entschied sich das Gremium für die Planung und die sofortige Ausschreibung der Straßensanierung zwischen Ober- und Unterflossing.

hi/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser