"Warum werden diese Parkplätze abgesperrt?"

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Sauer übers Freibadpersonal: Nach Badeschluss war der Parkplatz mit einer Kette abgesperrt, obwohl dort noch Autos parkten.

Mühldorf - Eine dicke Kette versperrte die Zufahrten zu den Parkplätzen: Das Ende eines schönen Badetages für Wolfgang Enzinger. Was war passiert?

Lesen Sie hier den Bericht aus dem Mühldorfer Anzeiger:

Autos einfach eingesperrt

Da staunte Wolfgang Enzinger nicht schlecht, als er gegen 21.20 Uhr das Terassencafé vis-a-vis des Freibades verließ und nach einem schönen Badetag heimfahren wollte. Der Wiesenparkplatz war abgesperrt. Sein Auto stand mit neun anderen aber noch drinnen.

Eine dicke Kette versperrte die Zufahrten zu den Parkplätzen. Zwar gibt es ein Schild einige Meter vor der Einfahrt mit einem Hinweis, dass die Parkplätze außerhalb der Öffnungszeiten des Freibades abgesperrt würden. Doch im Schatten eines Baumes nach Meinung Enzingers zu weit weg, "das ist so schlecht platziert, dass ich es nicht wahrgenommen habe. Das ist wohl auch den anderen so ergangen." Deshalb habe er nicht daran gedacht, das Auto nach dem Freibadbesuch umzuparken. "Bei diesem Wetter bist du ja froh, wenn du überhaupt einen Stellplatz bekommst, weil auch entlang der Ahamerstraße absolutes Parkverbot gilt." Er fragt: "Warum müssen die Parkplätze überhaupt abgesperrt werden?"

Das beantwortet Stadtwerkechef Stephan Rösner. In der Vergangenheit habe es auf den Wiesen immer wieder Zerstörungen gegeben: "Die sind nachts Rennen gefahren oder mit einem Lastwagen rumgekurvt. Dabei wurden auch unsere Absperrungen kaputt gemacht." Die meisten Wiesen seien nur gepachtet, wegen der nächtlichen Zerstörungen habe es Ärger mit den Besitzern gegeben. "Deshalb bleiben die Parkplätze auch weiterhin nachts versperrt." Rösner weist auf den geteerten Parkplatz unmittelbar vor dem Freibad hin, auf dem Autos auch nach Ende der Badezeit parken können. Die Beschilderung, die die Schließung ankündigen, hält er für ausreichend.

Bade- und Terrassencafébesucher Enzinger wünscht sich mehr Fingerspitzengefühl des Verantwortlichen: "Man hätte auch in den Biergarten gehen und darauf hinweisen können, dass jetzt abgesperrt wird. Wer sonst als die Biergartler sollten denn um diese Zeit noch da sein, wenn das Freibad schon geschlossen hat?" Doch auch an diesem Punkt hat Stadtwerkechef Rösner so seine eigenen Erfahrungen gemacht: "Das ist unmöglich, weil manche nicht mehr fahren können und zu Fuß nach Hause gehen", sagt er. Auch im Freibad schmeckt das Weißbier gut Die Gefangenen vom vergangenen Mittwoch konnten die Wiese übrigens durch eine Lücke verlassen, eine Mercedesfahrerin setzte dabei lautstark mit dem Unterboden ihres Autos auf.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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