Vor der Fertigstellung

Für die Zukunft gebaut

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Ampfing – Eine neue Brücke überquert die Autobahn A94. Sie soll die alte Unterführung der B12 ersetzen. Nach drei Jahren Bauzeit steht man nun "kurz vor der Freigabe".

Eine neue Brücke überquert im Osten von Ampfing die Autobahn A94. Sie ersetzt die alte Unterführung der B12. Noch aber kann sie weder befahren noch begangen werden. Der Anschluss an das Straßennetz im Süden der Autobahn muss erst noch gebaut werden.

Zu einer Information über die Fertigstellung des Bauwerks, der Brücke und der verbreiterten Zufahrtsstraße Holzgasse, trafen sich an der Brücke Vertreter der Gemeinde mit Bauoberrat Dipl.-Ing. Michael Köstlinger, dem Projektleiter bei der Autobahndirektion Regensburg. Deren Zuständigkeit reicht von Heldenstein bis nach Pocking.

Eingangs gab der Bauoberrat einen Sachstandsbericht zum Bau der Autobahn, die eine Länge von rund 4,5 Kilometer aufweist. Nach einer Bauzeit von etwas über drei Jahren „stehen wir kurz vor der Freigabe“. Es müssen noch die Verkehrs- und die Betriebstechnik fertiggestellt werden. Insgesamt fallen 70 Millionen Euro an Kosten an. Die Einhausung von 680 Metern Länge dient dem Lärmschutz und der Entwicklungsmöglichkeit der Gemeinde. Es waren Vorkehrungen für den Wasserschutz zu treffen und ein Düker zur Unterquerung der Howaschen unter der A94 zu bauen. Dazu sechs Brücken über die Autobahn.

Eine davon ist das Brückenbauwerk 53/2 Nähe Holzgassen. Die frühere Unterquerung der B 12 musste wegen der Einschneisung der A 94 durch eine Brücke ersetzt werden. Michael Köstlinger schilderte dann die mehrmaligen Änderungen in der Planungsphase. Zunächst war nur ein schmaler Brückenbau vorgesehen. Da die Gemeinde nördlich der A 94 aber Gewerbeflächen vorhält, war ein breiterer und stärkerer Brückenbau notwendig. Mit der Gemeinde sei vereinbart worden, über den Mindeststandard hinaus zugehen. Dabei habe sich Ampfing verpflichtet, die Mehrkosten zu übernehmen. Für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde bedankte sich Köstlinger bei den anwesenden Gemeindevertretern.

Zweiter Bürgermeister Josef Buchner erläuterte die technischen und finanziellen Einzelheiten der Vereinbarung. Statt sieben Meter Fahrbahn plus Geh- und Radweg (auf der Ostseite) wurde die Brücke nun 10,25 Meter breit. Auch eine größere Tragkraft wurde erreicht. Der Gemeinderat einigte sich darauf, die Verbindung vom Ort zu den Außenbereichen Holzgasse, Reit usw. zu schaffen und sicher zu gestalten. Da sich in nächster Zeit nördlich der A94 Gewerbe- und Wohngebiete entwickeln werden, sah sich die Gemeinde in der Pflicht, dieses Gebiet auch von Süden komfortabel zu erschließen. Damit sollte verhindert werden, dass der gesamte Verkehr durch Ampfing fließt. Insgesamt fallen bei der Gemeinde für die Verbreiterung mit der Anpassung an die Kreisverkehrsanlage im Süden und die Verlängerung von Geh- und Radweg 270 000 Euro Kosten an, berichtete Josef Buchner.

Im Gespräch erläuterte Projektleiter Köstlinger die künftige Verkehrsführung. Zunächst wird Anfang Oktober die Brücke der St 2091 über die Autobahn Richtung Waldkraiburg eröffnet. Damit ist Ampfing auch von der Autobahn her wieder gut erreichbar. Dies ist vor allem für die Gewerbebetriebe von großer Bedeutung. Wenn der Verkehr auf der Autobahn Anfang Dezember läuft, wird die Rampe beim Gewerbebetrieb Kerbl zurückgebaut. Die Straße vom jetzigen Kreisel zum neu zu bauenden wird dann eine Gemeindeverbindungsstraße. Die Stichstraße hinter Kerbl zur Gärtnerei Igerl bleibt bestehen. Mit der neuen Brücke ist die Erschließung des künftigen Wohn- und Gewerbegebietes im Südosten von Ampfing gewährleistet, waren sich die Vertreter der Gemeinde einig.

gth/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

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