Abfallgebühren sinken 2012

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Die Abfallgebühren im Landkreis Mühldorf werden im nächsten Jahr sinken.

Mühldorf - Gute Nachricht für die Bürger im Landkreis Mühldorf: Die Abfallgebühren werden im nächsten Jahr sinken. Dies bestätigte Landrat Georg Huber auf Anfrage des Mühldorfer Anzeigers.

Der Zweckverband Abfallverwertung Südostbayern hat in den letzten Jahren sehr gut gewirtschaftet. Im Jahr 2013 ist die Müllverbrennungsanlage in Burgkirchen abbezahlt und der Zweckverband schuldenfrei. Genaue Zahlen liefert der ZAS bei seinen Haushaltsgesprächen am 7. November.

Diese positiven Nachrichten haben auch Auswirkungen auf den Landkreis Mühldorf. "Wir werden die Abfallgebühren für alle Tonnengrößen im nächsten Jahr senken. Derzeit errechnen Geschäftsbereichsleiter Herbert Hoch und Anna Bichlmeier, Leiterin der Abfallwirtschaft im Landkreis, wie hoch die Gebühren gesenkt werden können. Ich bin mir sicher, dass wir eine spürbare Entlastung der Bürger auf den Weg bringen werden", erklärte Landrat Georg Huber. Die letzte Senkung der Gebühren wurde im Jahr 2009 vorgenommen.

Die Berechnungen der neuen Abfallgebühren stehen natürlich unter dem Einfluss der Bundestagsentscheidung über das neue Kreislaufwirtschafts- und Abfallrecht, das am letzten Freitag in Berlin beschlossen wurde. Ab 2013 soll eine neue Wertstofftonne eingeführt werden, die dann bis 2015 bundesweit eingesetzt werden soll.

Bundestagsabgeordner Stephan Mayer erklärt gegenüber dem Anzeiger, dass die CSU bei den Beratungen zur Neuordnung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, das eine Stärkung des Recyclinggedankens vorsieht, eine Stärkung der "Kommunalen Abfallwirtschaft durchgesetzt hat.

So werde, wie Mayer betonte, die Organisations- und Planungshoheit der Kommunen gestärkt: "Die gesetzlichen Anforderungen an gewerbliche Sammlungen stellen sicher, dass die kommunale Entsorgung nicht gefährdet wird."

Künftig, so das Gesetz, soll ein privater Anbieter nur den Zuschlag bekommen, wenn die Kommune nicht über ein hochwertiges Sammelsystem verfügt. Positiv ist auch, dass die im Landkreis bestehenden Wertstoffhöfe bestehen bleiben können, wenn sie in vergleichbarer Qualität wie eine Wertstofftonne Abfälle aufnehmen. Auch eine flächendeckende Einführung der Biotonne konnte, so Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer, abgewendet werden.

"Durch die Gesetzesänderung wird nachhaltig die Vermeidung von Abfällen und das Recycling gefördert. Dies bildet die Grundlage für eine durchgreifende Verbesserung des Managements wertvoller Rohstoffe", betonte der Bundestagsabgeordnete.

Landrat Georg Huber begrüßte die Entscheidung und sieht keine Probleme, diese im Landkreis umzusetzen. "Wichtig war für uns, dass die Wertstoffhöfe erhalten bleiben können und die Kommunen Planungssicherheit bei der Kalkulation der Gebühren haben", stellte der Landrat heraus.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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