99-Jährige dank Malteser umgezogen

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Etwas erschöpft, aber wohlbehalten und glücklich kommt Alice B. in Begleitung von Thomas Ziegler von den Mühldorfer Maltesern in ihrem neuen Zuhause in Waldkraiburg an.

Mühldorf - Vor 17 Jahren versprach der Sohn der 99-Jährigen: Wenn du mal in ein Heim musst, dann hole ich dich in meine Nähe“. Und dank den Maltesern konnte er sein Versprechen auch einlösen.

Einen alten Baum soll man nicht verpflanzen – es sei denn, er möchte es unbedingt. So könnte man in Abwandlung einer bekannten Redensart die Situation von Alice B. beschreiben, die vor kurzem von Kiel nach Waldkraiburg umgezogen ist – mit fast 100 Jahren.

Der Grund für diesen Umzug liegt in einem Versprechen, das der Sohn der Seniorin vor 17 Jahren gegeben hat: „Wenn du mal in ein Heim musst, dann hole ich dich in meine Nähe“, hatte er damals gesagt. Nun war es soweit, dass die 99-Jährige nicht mehr allein in ihrer Wohnung bleiben konnte.

Gut betreut von Patrick Ehlers, Zivildienstleistender bei den Maltesern in Kiel, wartet Alice B. am Flughafen Hamburg auf ihren Flug.

Von dem Heim in Kiel, wo sie vorübergehend untergebracht war, sollte sie ins AWO-Seniorenheim nach Waldkraiburg verlegt werden. Für die Fahrt erkundigte sich der Sohn der Seniorin bei den Maltesern in Mühldorf. Diese hätten den Auftrag für die Fahrt quer durch Deutschland schon angenommen, doch Dienststellenleiterin Monika Sommerfeld fand diese Lösung sehr teuer und unkomfortabel.

Sie wollte der Seniorin die anstrengende Fahrt von mindestens neun Stunden gerne ersparen. Daher schlug sie dem Sohn vor, einen Flug von Hamburg nach München zu buchen, und nahm Kontakt mit den Maltesern in Kiel auf. „Das war zwar etwas mehr Organisationsaufwand, aber eigentlich ganz unkompliziert“, resümiert Sommerfeld die Kooperation mit den Kielern. Diese organisierten die Betreuung am Rollfeld, brachten Alice B. am Reisetag zu zweit nach Hamburg und betreuten sie, bis die Seniorin ins Flugzeug einsteigen konnte. Auch für den Gehwagen war Platz vorgesehen.

In München nahm Thomas Ziegler von den Mühldorfer Maltesern die Flugreisende in Empfang und lieferte sie etwas später wohlbehalten und glücklich in ihrem neuen Zuhause ab, wo sie von ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter bereits erwartet wurde. Alle Beteiligten sind glücklich, dass die Kooperation so gut geklappt hat. „Uns ging es darum, nicht die einfachste oder gar die umsatzträchtigste Variante zu wählen. Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt, darum bin ich froh, dass wir zum Wohl von Frau B. diese Lösung gemeinsam umsetzen konnten.“

Malteser Hilfsdienst

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