"Wie sehr trennt ein Fluss zwei Länder?"

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Tittmoning - Im Rahmen der ersten grenzüberschreitenden bayerisch-oberösterreichischen Landesausstellung stellen zwölf Schulen ihre Arbeiten vor. 

Das interessante Schülerprojekt „Die Grenze und wir“ ist bis 3. Oktober im Fürstenstock Tittmoning zu sehen.

Unter dem Motto „Die Grenze und wir – Geschichten, Erlebnisse, Erfahrungen aus der Grenzregion“ haben sich insgesamt fünf österreichische und sieben bayerische Schulen im Rahmen der ersten grenzüberschreitenden bayerisch-oberösterreichischen Landesausstellung „Verbündet-Verfeindet-Verschwägert“ zusammengeschlossen und präsentieren von 20. Juni bis 3. Oktober im Fürstenstock der Burg Tittmoning mittwochs bis sonntags von 13 bis 16 Uhr ihre Arbeiten. Der Eintritt ist frei.

Was sind die innereuropäischen Grenzen seit dem Schengener Abkommen? Wie gingen die Menschen in der Grenzregion früher damit um, dass hinter Tittmoning und Burghausen gewissermaßen die Welt „aufhörte“? Wie sehr trennt ein Fluss nicht nur zwei Länder, sondern auch zwei Kulturen voneinander? Wo spüren und sehen wir noch heute, 15 Jahre nach dem Beitritt Österreichs zum Schengener Abkommen, die Grenze zwischen Bayern und Oberösterreich?

Insgesamt 670 Schülerinnen und Schüler zeigen ihre Sicht auf die Grenze, die sie selbst als „Nach-Schengen-Generation“ als solche gar nicht mehr kennen. Sie gehen ihren eigenen Fragen nach und beleuchten, welche Aspekte heute auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Länder verweisen und wie diese in der gemeinsamen Geschichte zu verorten sind.

Die Annäherung an den Begriff „Grenze“ richtet den Blick auf grundsätzliche Aspekte von Grenzen und Begrenztheit. Bayern und Österreich präsentieren in Projektgruppen auf der Burg Tittmoning ihre Ergebnisse.

Die einzelnen Schulen und ihre Projekte: Die private Heimvolksschule Altötting stellt unter dem Motto „Grenzgeschmäcker“ ein Kochbuch mit Rezepten aus der bayerisch-oberösterreichischen Grenzregion vor. Das Aventinus-Gymnasium Burghausen hat sich des Themas „Von Österreich nach Deutschland – die (all)tägliche Grenzüberquerung auf dem Weg zur Schule“ angenommen. Die Hans-Stethaimer-Schule Burghausen stellt gemeinsam mit der Volksschule Hochburg-Ach und dem Pestalozzi-Förderzentrum Burghausen unter dem Motto „Von Brücke zu Brücke entlang der Salzach“ Sprache und Essen drent und herent der Salzach vor. Die Grundschule Tittmoning und die offene Ganztagsschule Tittmoning sind „Den Schmugglern auf der Spur“, hier erzählen Zeitzeugen ihre Erlebnisse mit der Grenze. Die Volksschule Riedersbach und die Grundschule Fridolfing haben sich für das Thema „Partnergemeinden-Rätselwanderung: Die Salzach als Verkehrsweg in früherer Zeit“ angenommen. Die Volksschule Lengau/Österreich bietet eine Wort-Schatz-Suche nach gemeinsamen Sprachwurzeln und Grenzbaumsituationen zum Thema „Grenzen der Länder und Grenzen der Herzen überwinden“ an. Das Rottmayr-Gymnasium hat „Die Salzachmohrin“ – ein Stück über die Ausgrenzung und Überwindung von Grenzen aus der Schiffergemeinde Laufen und Oberndorf vor der Grenzziehung“ einstudiert. Die höhere Bundesanstalt für wirtschaftliche Berufe Neumarkt am Wallersee beschäftigt sich mit dem Thema „Grenzen – Fremde: die Ausgrenzung von Menschen sowie den Umgang mit dem Fremden in mir und im Mitmenschen“. Das Bundesgymnasium Seekirchen am Wallersee zeigt das Kunstprojekt „Interreflex“ mit der Künstlergruppe „Die 13“.

Pressemitteilung Stadt Tittmoning

Quelle: chiemgau24.de

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