Vor allem in einem Punkt muss gehandelt werden

Wohnraum, Migration, Arbeitslose: Tittmoning in Zahlen

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Tittmoning - Wie setzt sich die Bevölkerung der Stadt zusammen? Wie wohnen die Tittmoninger? Wie wird sich die Altersstruktur entwickeln? Eine Sozialraumanalyse gibt nun Antworten auf diese Fragen.

Um beispielsweise Wohnraum und Bildungseinrichtungen richtig zu planen brauchen die Entscheidungsträger zahlen. Die lieferte in der Stadtratssitzung am Dienstag Herbert Tekles von der "Gesellschaft für demographische und soziale Planungen". Hier die Kernaussagen der umfassenden Sozialraumanalyse. 

Bevölkerungsrückgang gestoppt

- Rund 5900 Einwohner hat Tittmoning und seine Gemeinden. Bis 2004 sanken die Einwohnerzahlen kontinuierlich, dann konnte der Trend gestoppt werden. Zwar werden die Fortzüge seit den 1980er-Jahren immer mehr, doch noch deutlicher steigen die Zuzüge.

- Der Anteil der jüngeren Bevölkerung sank in den vergangenen 15 Jahren kontinuierlich, der Anteil der älteren Bevölkerung stieg dafür umso stärker. Dieser Trend scheint nun gestoppt, auch wenn die Geburtenrate in Tittmoning auch im Vergleich mit der Region niedrig ist.

Österreicher und Rumänen dominieren bei Ausländern

- Unter den Ausländern mit Wohnsitz in Tittmoning dominieren vor allem zwei Nationalitäten: Österreicher (140) und Rumänen (100). 

- Für die Zukunftsplanung wichtig: Insgesamt 383 Unter-20-Jährige zogen in den vergangenen fünf Jahren nach Tittmoning. Davon 284 Deutsche, 38 Asylbewerber, 37 Ausländer - wiederum vor allem Österreicher und Rumänen. Der Rest sind Staatenlose oder Doppelstaatler. 

- Der Anteil der Alleinerziehenden beträgt 17,5 Prozent und sank in den vergangenen Jahren. Den Grund sieht Herbert Tekles aber eher darin, dass Alleinerziehende wegen dem mangelnden Wohnungsangebot fortgezogen sind. 

Gute Arbeitsmarktlage

- Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Tittmoning beträgt 2371 und ist im Steigen begriffen. Dementsprechend steigt auch die Zahl der erwerbstätigen Frauen auf 992, ein Drittel mehr als 1993. 

- Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,5 Prozent und ist damit auch im Vergleich mit der Region sehr niedrig. Städte wie Laufen oder Traunreut sind mit 6,1 und 5,6 Prozent wesentlich stärker betroffen. Von den Unter-25-Jährigen Tittmoningern sind sogar nur 1,5 Prozent arbeitslos. 

- In absoluten Zahlen sind 56 Tittmoninger ohne Job. 2005 waren es fast doppelt so viele, 108 Arbeitslose. 

Tittmoning braucht mehr kleine Wohnungen

- Die Wohnfläche pro Person liegt bei 51,7 Quadratmetern - sehr hoch im Vergleich mit der Region. In Traunreut liegt sie beispielsweise nur bei 42,3 Prozent. Der Hintergrund: Es gibt sehr wenige kleine Wohnungen in Tittmoning. Nur 5,6 Prozent sind Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnungen. 

Vor allem bezüglich dem Wohnbau schließt Forscher Herbert Tekles: "Hier verliert Tittmoning an Bevölkerung, weil es zu wenige kleine Wohnungen gibt." Singles oder Geschiedene würden dann aus der Stadt fortziehen. Überhaupt wurden trotz vieler Zuzüge zuletzt kaum Wohnungen gebaut: Nur zehn bis 20 neue, genehmigte Wohnungen entstanden jährlich in der jüngsten Vergangenheit. 

Bürgermeister Schupfner merkte aber an, dass man mit dem Pillerfeld diesem Trend entgegenwirken wolle: "Auch das Brückner-Gelände könnte sich für Geschoßwohnungsbau anbieten."

xe

Quelle: chiemgau24.de

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