Vertragsabschluss für Geothermie-Kraftwerk

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Matthias Hiegl, 2. Geschäftsführer GEOenergie Kirchweidach GmbH, Bernhard Gubo, Geschäftsführer GEOenergie Kirchweidach GmbH, Johann Krumbachner, Bürgermeister Kirchweidach, und Florian Fritsch, Geschäftsführer FG.de Unternehmensgruppe und Fröschl Geothermie GmbH, freuen sich über die Vertragsunterzeichnung (v.l.).

Kirchweidach - GEOenergie Kirchweidach GmbH unterzeichnete den Vertrag mit der Gemeinde. Nun soll das Kraftwerk auch umweltfreundliche Heizenergie liefern.

GEOenergie Kirchweidach GmbH unterzeichnet Vertrag mit Gemeinde – Geschäftsführer Gubo: „Nächster wichtiger Meilenstein, der die Weichen für weitere Zukunftsprojekte vor Ort stellt.“ – Geothermie-Kraftwerk liefert nach Inbetriebnahme umweltfreundliche Wärmeenergie für Haushalte und angesiedelte Unternehmen – Gewächshäuser bereits geplant: Neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

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Das geplante Geothermie-Kraftwerk in Kirchweidach soll neben ökologisch erzeugtem Strom auch umweltfreundliche Heizenergie liefern. Die Betreibergesellschaft GEOenergie Kirchweidach GmbH und die Gemeinde Kirchweidach unterzeichneten nun einen Vertrag, der die Heizenergieversorgung in der Gemeinde nach der Fertigstellung des Kraftwerks ökologischer machen wird. „Mit dem Vertrag sichern wir der Gemeinde zu, ihr nach Inbetriebnahme des Kraftwerks im Jahr 2013 die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme zur Verfügung stellen zu können“, erklärt Bernhard Gubo, Geschäftsführer der GEOenergie Kirchweidach GmbH.

Die geplante Kraftwerksanlage wird eine jährliche elektrische Leistung von bis zu 7,5 Megawatt erreichen. Die mögliche Wärmeauskopplung beträgt rund 13.000 Megawattstunden pro Jahr. „Mit dieser Wärme kann die Gemeinde, nachdem die notwendigen Planungen erfolgt sind, in Zukunft ein Fernwärmenetz beschicken“, freut sich Gubo. Die ausgekoppelte Wärme könnte somit den kompletten Wärmebedarf der Gemeinde decken. Nach der Inbetriebnahme wäre es möglich, dass alle Bewohner Kirchweidachs mit umweltfreundlicher, unabhängig von Klima und Wetter jederzeit verfügbarer Fernwärme versorgt werden – ebenso wie Unternehmen, die sich hier ansiedeln möchten.

100 neue Arbeitsplätze

„Der Vertrag ist der nächste Meilenstein der Geothermie in Kirchweidach. Er stellt die Weichen für weitere Zukunftsprojekte vor Ort, da die Versorgungsstabilität und die Preissicherheit, die das Kraftwerk bietet, besonders für gewerbliche Abnehmer interessant sind“, erklärt Gubo. Mehrere Unternehmen signalisierten bereits Interesse, sich in direkter Umgebung des Kraftwerks anzusiedeln, um die Abwärme zu nutzen, die bei der Stromerzeugung mit dem bis zu 130 Grad heißen Thermalwasser entsteht.

Auf einer Fläche von 16 Hektar sollen beispielsweise Gewächshäuser zur Tomatenproduktion entstehen. Allein der Investor für die Gewächshäuser will bis zu 100 neue Arbeitsstellen in Kirchweidach schaffen. „Dieser Betrieb ist auf ein konstantes, warmes Klima angewiesen. Dank der ausgekoppelten Wärme aus dem Geothermiekraftwerk ist dies das gesamte Jahr über möglich“, so Bernhard Gubo. Auch der Investor Florian Fritsch zeigt sich zufrieden: „In Kirchweidach wird ein Stück Energiewende Wirklichkeit. Die dezentrale Kraftwerksanlage produziert Energie aus der Region für die Region, trägt so einen wichtigen Teil zur tatsächlichen regenerativen Energieversorgung bei und schafft darüber hinaus noch viele Arbeitsplätze.“

Die eigentlichen Bohrarbeiten für das Projekt sind bereits vor zwei Wochen erfolgreich abgeschlossen worden. Dennoch verzögert sich die Beendigung aller Arbeiten, da beim Bohrgerät übertage leider ein Schaden entstanden ist, der derzeit durch die Bohrfirma behoben wird. Aktuellen Planungen zufolge kann nun doch noch das Bohrgerät in diesem Jahr abgebaut und zu der nächsten Bohrstelle in Traunreuth gebracht werden.

Genaue Aussagen über die Fündigkeit der letzten Bohrung können jedoch erst nach abgeschlossener Reparatur des Bohrgerätes hoffentlich noch vor den Feiertagen gemacht werden. Viele Indizien sprechen jedoch für ein positives Ergebnis.

Quelle: GEOenergie Kirchweidach GmbH

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