Gendorf: veraltete Wasserleitung gerissen

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Gendorf - Am frühen Mittwochmorgen kam das Wasser in Gendorf nicht nur von oben, sondern auch von unten: Eine der beiden Hauptwasserleitungen war gerissen.

Ungefähr um 8 Uhr am Mittwochmorgen sprudelte plötzlich Wasser aus dem Untergrund auf die Altöttinger Straße in Burgkirchen-Gendorf, schnell stand die Straße unter Wasser. Das fiel zwar durch den Regen nicht so wahnsinnig auf, aber besorgte Bürger informierten trotzdem recht bald die Stadtverwaltung. Und tatsächlich: D ie relativ alte Leitung, die bereits im Jahr 1962 verlegt worden war, hatte einen Riss. Laut Burgkirchens Wassermeister Siegfried Estermeier ist ein Riss bei einer älteren Leitung nichts Besonderes. "Das sind die Grauguss-Rohre, die reagieren sehr empfindlich auf leichteste Erdbewegungen. Und die Erde ist nunmal nicht immer ruhig." Heutzutage verwendet man daher den sogenannten "duktilen" Guss, der einiges mehr aushalte. "Sechs Meter lange Rohre kann man da schon gut und gerne bis zu 11 Grad biegen, das verkraften die locker", so Estermeier. Aber natürlich sind diese Leitungen sehr viel teurer. In Burgkirchen ist man also noch beim alten Grauguss hängen geblieben - und der reißt eben.

Aber ohne Wasser musste trotzdem niemand auskommen! "Wir haben die Wasserversorgung einfach umleiten können. Gendorf ist dann halt von der anderen Seite, von Unterberg aus, versorgt worden, das war also kein Problem," so Estermeier.

Glück gehabt! Denn es hat ganz schön gedauert, bis die Leitung endlich repariert war. Erst hieß es nämlich, der zuständige Zweckverband könne es die ganze Woche nicht mehr schaffen, das Loch zu stopfen, weil denen ein Teil ihrer Ausrüstung kaputt gegangen war. Zu Estermeiers großer Freude war dann aber doch ab Mittag ein Trupp vor Ort - und um 15 Uhr wurde das Loch direkt wieder zubetoniert. Das heißt aber trotzdem nicht: Wasser marsch für Gendorf! Denn die Leitung ist noch kaputt - und das Wasser wird noch immer umgeleitet.

ds

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