Garchinger schreibt über "parawissenschaftliche Phänomene"

Der UFO-Experte aus Garching an der Alz

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
25 Bücher hat Hartwig Hausdorf in 20 Jahren veröffentlicht. Sein jüngstes Werk: " Ungelöste Rätsel der letzten 5000 Jahre".
  • schließen

Garching an der Alz - Aliens in Japan und Hieroglyphen in Australien? Mit diesen Themen beschäftigt sich Autor Hartwig Hausdorf in seinem neuesten Buch. **Mit Video**

Waren Aliens in Japan, reisten die Ägypter bis nach Australien und waren gleich mehrere Kaiser Chinas Außerirdische? Hartwig Hausdorf aus Garching an der Alz füllt seit Jahren ganze Bücher mit Fragen, die sich andere Menschen nicht einmal stellen würden.

Der Autor im Video-Interview:

Animal PSI: die geheimnisvollen Fähigkeiten unserer Mitgeschöpfe, Nicht von dieser Welt: Dinge, die es nicht geben dürfte, Unheimliche Begegnungen der 5. Art: die schwärzeste Seite des UFO-Phänomens - so lauten die Titel seiner Werke. Mehr als zwei Dutzend Büchern hat Hausdorf inzwischen veröffentlicht. Der Autor feiert heuer Jubiläum, seit 20 Jahren verfasst er nun schon Sachbücher über parawissenschaftliche Phänomene, rätselhafte Artefakte und Ereignisse. Angefangen hat alles mit Die weiße Pyramide: außerirdische Spuren in Ostasien, in diesem Jahr hat Hausdorf Ungelöste Rätsel der letzten 5000 Jahre auf den Markt gebracht.

"Ich verkaufe ja keine Bibeln"

Kuriose, teils schier unglaubliche Thesen, gebannt auf jeweils wenige Seiten. Hausdorfs Argumentation ist in sich geschlossen, erscheint daher nicht einmal unplausibel. Dennoch bewegt sich der Autor in seinen Ausführungen fernab der vorherrschenden Lehrmeinung. Glaubt er selbst an all die "unerklärlichen Phänomene"? Hausdorf wirbt für Toleranz gegenüber seinem Schaffen: "Es gibt Fakten, die man auf verschiedene Wege betrachten kann", so der 58-Jährige. "Die Archäologen waren ja auch nicht live dabei."

Die Interpretation und Bewertung seiner Ausführungen überlässt Hausdorf dem Leser. "Es gibt sehr viele Fragezeichen in meinen Büchern. Der Leser kann sagen: 'Sorry, da kann ich jetzt nicht ganz folgen.' Ich verkaufe ja keine Bibeln."

Mit Esoterik kann Hausdorf nichts anfangen

Gab es in Mexiko vor 2500 Jahren einen Astronauten? Aus Sicht Hausdorfs gibt es dafür zumindest Indizien.

Alte Zeichnungen, Bauwerke oder Artefakte bilden häufig die Grundlage von Hausdorfs Thesen. Für den Garchinger ist wichtig, dass man die vorliegenden Fakten auf verschiedene Arten interpretieren könne. Stolz ist der Autor darauf, dass sich der Leser gegebenenfalls vor Ort selbst ein Bild machen kann. "Ich präsentiere meinen Lesern Dinge von Orten, wo ich selbst war. Der Leser kann sich die Dinge angucken, die sind da", sagt Hausdorf, der sich selbst als "geerdet" bezeichnet. Mit so mancher Esoterik, etwa dem Channeln, könne er gar nichts anfangen.

Getreu nach Shakespeare folgt Hausdorf allerdings dem Motto, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als sich die Schulweisheit träumen lässt. Während andere spekulieren, ob es vielleicht tatsächlich außerirdische Flugobjekte gibt, titelte Hausdorf 2010 kühn: "UFOs - sie fliegen noch immer."

"Bewege mich auf einem spekulativen Terrain"

"Ich bewege mich mit meinen Büchern auf einem spekulativen Terrain, das heißt, die Dinge, die ich schreibe, sind zumindest strittig", gibt Hausdorf zu. Andererseits weist der Garchinger darauf hin, dass oftmals auch Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Meinung seien. "Auch auf der anderen Seite ist man sich alles andere als einig. Da gibt's zehn Archäologen und 20 Meinungen", so Hausdorf.

 "Die Dinge, die ich recherchiere, versuche ich mir - soweit es überhaupt geht - vor Ort anzuschauen. Gerade, was Artefakte, alte Relikte betrifft: sie sind natürlich wirklich da. Nur wie man die interpretiert, da gibt's natürlich mehrere Anschauungsweisen." Hausdorf wünscht sich, dass seine Veröffentlichungen vorurteilsfrei betrachtet werden. "Solange wir nicht genau wissen, was wirklich passiert ist, würde ich dafür plädieren, dass wir auch meine Meinung diskutieren."

160.000 Flugkilometer für ein Buch

Ungeachtet oder gerade aufgrund seiner umstrittenen Interpretationen finden Hausdorfs Bücher reißenden Absatz. Seine nunmehr 25 Bücher wurden in 18 Sprachen übersetzt, darunter Chinesisch und Russisch. Die genauen Absatzzahlen, in erster Linie die der ausländischen Märkte, kennt Hausdorf jedoch nicht. "Ich glaube aber, die Million ist längst geknackt", schätzt der Garchinger - es könnte aber auch zwei oder drei Millionen verkaufte Bücher sein, so Hausdorf. Alleine Hausdorfs erstes Buch Die weiße Pyramide ist in achter Auflage erschienen.

Hausdorf, der in München Touristik studiert hatte und viele Jahre in Burghausen ein Reisebüro leitete, bezeichnet sich selbst als "Geschichtenerzähler" - ein Geschichtenerzähler, der ständig auf Achse ist. Eigenen Angaben zufolge stecken alleine in seinem Buch Nicht von dieser Welt 160.000 Flugkilometer. Die Arbeit, die er in seine Bücher investiert, fühlt Hausdorf inzwischen von der Öffentlichkeit honoriert. "Die Zeit des Belächelns ist längst vorbei."

Zurück zur Übersicht: Garching an der Alz

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser