Bayrische Lebensart in Burgkirchen

Schafkopf: 3. Dr. Stephan Merz Gedächtnisturnier

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von links nach rechts: Dritt Platzierte Astrid Stelzl mit 66 Guade, Turnierorganisator Werner Riedhofer, Erster und Gewinner der Berlin Fahrt mit 77 Punkten, Emil Knoll und der Zweite Manfred Gassenmayer mit 67 Pluspunkten

Burgkirchen - Beim 3. Dr. Stephan Merz Gedächtnisturnier im Schafkopf schenkten sich die Teilnehmer nicht einen Stich. 60 Partien wurden gespielt bis die Sieger feststanden.

Der Guinnessbuchrekord im Dauerschafkopf liegt bei 260 Stunden. Freilich ist das nichts für die Schafkopffreunde rund um Werner Riedhofer aus Hirten. „Ein Kulturgut zu erhalten“, sagt der glühende Schafkopffan, „darum geht’s“ und beim „3. Dr. Stephan Merz Gedächtnisturnier“ ging es wieder um Sau, Wenz oder Solo. Auch wenn hier niemand an einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde dachte, von wegen wer am längsten kann, geschenkt haben sich die Teilnehmer nicht einen Stich.

Ein Kulturgut

Schafkopf ist ein traditionelles deutsches Kartenspiel“, heißt es bei Wikipedia. „Es gilt als Kulturgut und Teil bayerischer Lebensart“. Der verstorbene Dr. Stephan Merz, ehemals Bürgermeister von Burgkirchen (SPD), sah das zu Lebzeiten genauso. Er war etwas aus der Übung gekommen und wollte es neu lernen, wozu er aufgrund seiner zuletzt stark angeschlagenen Gesundheit nicht mehr kam. Ihm zu Ehren veranstaltet der SPD-Ortsverein Burgkirchen jedes Jahr ein Schafkopfturnier. Am Donnerstag war es Zeit für die Dritte Auflage.

Ein Turnier

Im Gasthof Tettmann in Gendorf flogen die Karten über die neun Tische. Das macht 36 Teilnehmer. Als erster Preis winkte eine Fahrt nach Berlin mit Besuch des Bundestages, gestiftet von Schirmherrin des Turniers der ersten Stunde und Mitglied des Deutschen Bundestages, Dr. Bärbel Kofler. 60 Partien wurden gespielt.

Heuer hatte Emil Knoll mit 77-Plus-Zählern die Nase vorn. Für Platz Zwei und Drei gab es jeweils eine Fahrt nach München mit Besuch des Landtags zu gewinnen, die der Wahlkreisabgeordnete der SPD im Bayerischen Landtag, Günther Knoblauch spendiert. Zweiter wurde Manfred Gassenmeyer mit 67 Guade, gefolgt von Astrid Stelzl. Sie erreichte mit nur einem Punkt weniger den Dritten Platz.

Ein wahrer Sieger

Man sollte das Spiel schon verstanden haben, will man in einem Turnier mitspielen“, erklärt Organisator Werner Riedhofer. „Man muss schon dahinter sein, sonst schläft es ein“. Das noch junge Dr. Stephan Merz Gedächtnisturnier will schließlich erst einmal organisiert sein. Gerade in den Anfangsjahren bestehe bei Turnieren, die von den Machern als spätere Tradition gedacht sind, die Gefahr, aus den Terminkalendern der Spieler zu verschwinden. Diese Gefahr scheint in Burgkirchen jedenfalls gebannt.

Der Erlös dieses Benefiz-Schafkopf-Turniers geht heuer an ein Schulprojekt und das solle/werde der wirkliche Gewinner sein, so Riedhofer gegenüber innsalzach24.de. Bei einem Startgeld von 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für die Spieler unter 18 kamen 355 Euro zusammen.

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