Gewerbesteuereinnahmen 2013 bei 9,2 Millionen Euro

Noch mehr Geld für die Gemeindekasse

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Burgkirchen - Mit 9,2 Millionen Euro sind die Gewerbesteuereinnahmen noch höher als zuletzt erwartet. Bürgermeister Krichenbauer mahnt dennoch zur Vorsicht.

Die Steuereinnahmen der Gemeinde Burgkirchen übertreffen erneut die Erwartungen. Nachdem man im Dezember von Gewerbesteuernahmen in Höhe von knapp 9 Millionen Euro ausgegangen war - immerhin drei Millionen mehr als im Vorjahr - stehen nun die endgültigen, noch positiveren Zahlen fest: 2013 hat die Gewerbesteuer 9,2 Millionen Euro in die Gemeindekasse gespült.

Wie viel Geld bleibt der Gemeinde wirklich?

Bürgermeister Johann Krichenbauer

Für Bürgermeister Johann Krichenbauer ist dies jedoch keine Grundlage für zusätzliche Investitionen. "Das fließt alles in die Reserven, weil es sich bei einem Großteil um Vorauszahlungen handelt", erläutert der Bürgermeister. Sollten sich die Vorauszahlungen als zu hoch herausstellen, würden Berichtigungen fällig und die Gemeinde müsste einen Teil des Geldes wieder zurückzahlen. Hinzu kommt, dass nur rund 40 Prozent der Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde zur Verfügung stehen. Der Rest fließt über die Kreis- und die Gewerbesteuerumlage wieder ab. Unterm Strich fällt der Geldsegen also weit geringer aus, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

Für 2014 rechnet die Gemeinde mit 6,55 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen. "Das ist durchaus noch sehr realistisch", sagt Krichenbauer. "Das ist ein Durchschnittswert, auf den wir uns die nächsten Jahre einstellen müssen." Zu Spitzenzeiten lagen die Gewerbesteuereinnahmen noch bei 14 Millionen Euro. Ein Wert, den Krichenbauer künftig für unerreichbar hält, wie der Bürgermeister bereits im Sommer deutlich machte.

Mittelstand als zweites Standbein

Die stark konjunkturabhängige Gewerbesteuer ist für Krichenbauer ohnehin ein zweischneidiges Schwert, gerade wegen der in Burgkirchen ansässigen international tätigen Industrieunternehmen. Wirtschaftlich guten Jahren mit satten Einnahmen stehen Jahre wie 2009 gegenüber, als die Gewerbesteuereinnahmen im Zuge der Finanzkrise auf rund 1 Million Euro geschrumpft waren - und das nach 10 Millionen Euro im Jahr zuvor. Gründe dafür sind für Krichenbauer konjunkturelle Schwankungen sowie die Möglichkeit internationaler Unternehmen, Gewinne ins Ausland zu verschieben.

Mittelfristig möchte der Bürgermeister deshalb mittelständische Betriebe in der Gemeinde ansiedeln. Diese seien nicht weltweit tätig - können also keine Gewinne ins Ausland verschieben - und auch die Ausschläge seien deutlich geringer, ist der Bürgermeister überzeugt.

Rubriklistenbild: © dpa/bla/Montage

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