Ein Hauch von bedeutungsvoller Verantwortung

Burgkirchen: Es geht um das Trinkwasser!

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Burgkirchen: Es geht um das Trinkwasser!

Burgkirchen - Freilich: Wir dürften heute alle nicht mehr leben bei all den Gefahren oder besser gesagt, den Erkenntnissen der Wissenschaft. Beispiel PFOA: Niemand wusste von der Gefahr. Jetzt kann man den Stoff nachweisen.

Die im September vorgestellten Ergebnisse der PFOA-Studie im Auftrag der InfraServ waren auch Thema auf der jüngsten Gemeinderatssitzung in Burgkirchen. „Es geht um nicht weniger als die Trinkwasserversorgung der Zukunft“, sagte Bürgermeister Johann Krichenbauer in seiner Erklärung und bei den weiteren Ausführungen schien es, als wehe ein Hauch von bedeutungsvoller Verantwortung für die Bürger der Alzgemeinde durch den Sitzungssaal im Bürgerzentrum. Bei den anstehenden Entscheidungen zur Trinkwasserversorgen geht es schließlich um Zeitspannen von bis zu 50 Jahren.

Das PFOA-Problem hat eine Langzeitwirkung

Auch wenn die Produktion von PFOA in Gendorf, von der Hoechst AG seit den 60er Jahren zur Produktion von fluorierten Kunststoffen als Hilfsstoff verwendet, 2003 eingestellt wurde und der Stoff seit 2008 nicht mehr verwendet wird: Es ist da und mit den Methoden der chemischen Analyse heute nachweisbar. Das Schlimme daran: Es ist auch in unserem Trinkwasser. Noch schlimmer: Es verschwindet da auch nicht, nicht vor 2050, im Gegenteil: Ein weiterer Anstieg der PFOA-Belastung des Grundwassers wird befürchtet. Gut: Das hat etwas mit Chemie zu tun. Das verstehen nur die Fachleute aber es ist Fakt: Das PFOA-Problem hat eine Langzeitwirkung.

Das Wasser für Burgkirchen, wie auch das in allen anderen betroffenen Gemeinden, kommt aus verschiedenen Brunnen. Der Grad Deutscher Härte, die Nitrat-Belastung und schließlich auch der PFOA-Wert – Man kann Wässer mit anderem „verschneiden“, man kann sie aufbereiten, durch Aktivkohlefilter schicken und was der Teufel nicht noch alles aber:

So einfach ist die Rechnung nicht

Was ist beispielsweise mit der Nitrat-Belastung? Da gibt es den Brunnen in Raitenhaslach. Auch an dem hängt die Burgkirchner Wasserversorgung. Dort sind die Nitratwerte das Problem. Was passiert also? Eine möglichst den Leit- und den Belastungsgrenzen der – auch das muss gesagt sein – sehr strengen Deutschen Trinkwasser-Verordnung entsprechende Mischung geht raus durch das Netz und landet schließlich beispielsweise im Wasserbehälter der Kaffeemaschine, um nur ein Beispiel zu nennen.

Verschiedene Pläne und Ideen stehen dazu im Raum:

  • Eine Erhöhung der Leistung der unbelasteten Quellen,
  • Eine Verlagerung der Brunnen,
  • Tiefenwasser anbohren,
  • Eine Aufrüstung mit Aktivkohlefilter und sogar 
  • Ein Fremdbezug.

Wir wissen, dass das auf uns zukommt“, sagte Johann Krichenbauer vor dem versammelten Gemeinderat. Jetzt sei es an der Zeit, vorausschauend zu handeln.

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