Nach dem Kreisel kommt der Masterplan

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Symbolische Geste: Eigentlich fließt der Verkehr am neuen Kreisel schon seit vergangener Woche.
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Marktl - Autos passieren den neuen B20-Kreisverkehr schon seit vergangener Woche. Nun ist der Kreisel auch offiziell dem Verkehr übergeben worden. **Mit Fotos**

Nach dem Kreisverkehr ist vor der Ortsumfahrung: Sebald König, Leiter des Staatlichen Bauamts Traunstein, machte bei der offiziellen Verkehrsübergabe des B20-Kreisverkehrs an der A94-Abfahrt bei Marktl mehr als deutlich, dass nun erst Teil eins eines Gesamtprojekts erreicht ist. Zwar verspricht sich König eine große Erleichterung durch den neuen Kreisel, betonte aber zugleich, dass Teil zwei genauso wichtig sei. Jetzt komme "der Masterplan", so König.

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Der Region um Burghausen stehen noch eine ganze Reihe von Baumaßnahmen bevor. Neben der Ortsumfahrung Pirach und der Ortsumfahrung Burghausen steht der dreistreifige Ausbau der B20 nördlich von Burghausen auf der Agenda. Damit alle Vorhaben tatsächlich in die Tat umgesetzt werden können, ist eine entsprechende Einordnung der Projekte in den kommenden Bundesverkehrswegeplan unverzichtbar. König untermauerte dies, indem er die Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner und den Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer darum bat, sich weiterhin für die anstehenden Vorhaben einzusetzen. "Es funktioniert nur, wenn Bund und Land gemeinsam weiterarbeiten", sagte König.

Landrat Schneider wünscht sich Große Koalition

Stephan Mayer versprach, man werde sich "energisch einsetzen", damit die Ortsumfahrung zügig umgesetzt werden kann. Die "Hausaufgabe", die König Heckner und Mayer in Form einer Mappe mit Informationen zum Thema mit auf den Weg gegeben hat, nehme man gerne an. Ingrid Heckner zeigte sich zuversichtlich, dass seitens des Freistaats dem Projekt nichts im Wege steht. "Ich bin froh, dass der Wähler so entschieden hat, dass wir nicht über Koalitionen reden müssen." Für Heckner bestünde im Falle einer Koalition die Gefahr, dass bestehende Pläne "verwässert werden müssen". Landrat Erwin Schneider ergänzte, dass seitens des Landkreises bereits alles für die Umsetzung getan wurde. Wie Schneider erklärte, wünscht er sich auf Bundesebene - rein aus verkehrspolitischer Sicht - eine große Koalition.

Schon beinahe zur Nebensache geriet der eigentlich Anlass der Zusammenkunft: Die offizielle Verkehrsübergabe des Kreisverkehrs. Rekordverdächtige zweieinhalb Woche früher als geplant - schon am Mittwoch, 2. Oktober - konnte dieser für den Verkehr geöffnet werden. Der Grund für die zügige Fertigstellung war eine Umstellung des Bauablaufs. Der innere Kreis konnte schon während der ersten Bauphase komplett gebaut werden. Eigentlich hätte zunächst der westliche Teil und in der zweiten Bauphase der östliche Teil des Kreisverkehrs errichtet werden sollen. Für Schneider ist der Kreisverkehr ein "enormer Verkehrsschwerpunkt" und Mayer betonte, wie wichtig der Kreisel für die Verkehrssicherheit sei.

Fotos von der Verkehrsübergabe:

Verkehrsübergabe des B20-Kreisverkehrs

So sieht der neue Kreisverkehr aus:

So sieht der neue Kreisverkehr aus

Gute Nachrichten gibt es außerdem bezüglich der Gemeindeverbindungsstraße von Burghausen nach Burgkirchen. Wie König am Rande der Veranstaltung erklärte, soll die marode Straße soweit saniert werden, dass die derzeit bestehende Tempo 60-Beschränkung noch heuer aufgehoben werden kann.

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