Sanierungsarbeiten im und am Kloster

Raitenhaslach: Jeder Kieselstein muss passen

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Das Kloster Raitenhaslach wird derzeit umfangreich saniert. 2016 soll das "Science & Study Center Raitenhaslach" der TU München einziehen
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Burghausen - 2016 zieht die TU München in das Kloster ein, die Sanierungsarbeiten laufen. Bürgermeister Steindl fordert, dass auch im Außenbereich alles "authentisch" ist.

Am Mittwochnachmittag informierten Bürgermeister Hans Steindl und Landschaftsarchitektin Professor Regine Keller von der TU München über den aktuellen Stand der Planungen für das Kloster Raitenhaslach. 2016 soll dort die TU München mit ihrem "TUM Science & Study Center Raitenhaslach" einziehen, einer Einrichtung für internationale Begegnungen, Wochenend- und Ferienakademien sowie studentische Veranstaltungen. Wie Steindl sagte, wolle man die Arbeiten im Außenbereich in diesem Jahr möglichst vor Wintereinbruch abschließen. "Das ist ein sehr enger Zeitplan", so der Bürgermeister.

Vorerst nur 50 statt 152 Parkplätze

Die umfangreichen Arbeiten im Außenbereich werden allerdings zweigeteilt, heuer soll nur der erste Abschnitt realisiert werden. So entstehen Parkplätze für lediglich rund 50 Autos und sechs bis sieben Busse, je nach Bedarf wird dann später erweitert - auf bis zu 152 Pkw-Parkplätze - je nachdem, wie sich das Seminarzentrum entwickelt.

Für die Planer ist das Kloster eine besondere Herausforderung, schließlich muss alles mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt werden. Nach dem Vorentwurf waren deshalb ein paar Anpassungen nötig. So sei etwa der Brunnen am historischen Standort wiederherzustellen, erklärte Keller. Grundlage für die Vorgaben des Landesamts ist unter anderem eine jahrhundertealte historische Darstellung des Außenbereichs. Keller zufolge wäre das im Grunde das "Idealbild", dem man so nahe wie möglich kommen sollte. Allerdings bestand der Innenhof damals nur aus einer Kiesfläche, ohne einen einzigen Baum. Die alten Bäume vor der Kirche blieben aber auf jeden Fall erhalten. Hinsichtlich des Verlaufs der Wege im Außenbereich müssen sich die Planer allerdings an der historischen Darstellung orientieren.

Steindl: "Das muss authentisch sein"

Auch bei den Pflastersteinen, ja sogar beim Kies achten die Planer auf darauf, dass alles zur Geschichte des Klosters sowie zu den Räumlichkeiten im Inneren passt. Für Bürgermeister Steindl lohnenswerte Mühen. Das Äußere müsse sich dem Inneren anpassen, so Steindl. "Das muss originär sein, das muss authentisch sein." Wie Steindl berichtete, sei es auf einer Informationsveranstaltung mit Vereinsvertretern am Dienstag jedoch zu 80 Prozent um die Parkplätze gegangen. "Mich beschäftigt nicht das Auto, mich beschäftigt, dass die Raitenhaslacher Bürger, die Burghauser Bürger, die Landkreisbürger einen offenen Campus haben."

Gesamteröffnung im April oder Mai 2016

Diesen offenen Campus soll es dann ab 2016 geben. Wie Steindl sagte, sei man derzeit ganz gut im Kosten- und im Zeitplan. Keller zufolge erwartet man für den Außenbereich im Frühsommer die Ausschreibungsergebnisse, im Spätsommer soll es dann losgehen mit dem Bau.

April oder Mai 2016 soll dann die große Eröffnung stattfinden - Steindl zufolge wird es eine Gesamteröffnung, einzelne Bestandteile des erneuerten Gebäudes sollen nicht vorzeitig freigegeben werden. Auch im Steinernen Saal, wo schon einige Arbeiten geschafft sind, ist noch viel zu tun. Wie der Bürgermeister erklärte, müssten etwa die Beleuchtung und das Mobiliar auf die Akustik abgestimmt werden. "Das dauert sicher noch ein halbes Jahr."

Die Gesamteröffnung 2016 dürfte ein Großereignis werden. Über acht bis zehn Tage zieht sich die Veranstaltung hin, neben der Chemiepreisverleihung soll es ein Symposium mit Vorträgen geben.

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