Startschuss für 30-Millionen-Projekt

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Burghausen - Mit dem ersten Spatenstich hat der Bau des neuen Container-Terminals in Burghausen offiziell begonnen. Spätestens 2014 soll es fertig sein.

Nur 14 Tage nach Eingang des Planfeststellungsbeschlusses der Regierung von Oberbayern hat die RegioInvest Inn-Salzach GmbH am Freitag, 30. November, den Beginn der Bauarbeiten am Güterverkehrszentrum Burghausen mit einem symbolischen Spatenstich eingeläutet: Die 30-Millionen-Euro-Investition für das öffentliche Terminal ist ein wichtiger Standortfaktor für die Optimierung des Logistikstandards und der Infrastruktur des wachsenden Industriestandorts Burghausen und des Bayerischen Chemiedreiecks.

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Container-Bahnhof genehmigt

Mit dem symbolischen Spatenstich wurde laut Burghausens Bürgermeister Hans Steindl „eine zukunftsweisende Entscheidung für Burghausen“ vorgenommen: Auf dem im Frühjahr gerodeten rund 12 Hektar großen Gelände westlich der B20 entsteht bis Ende 2013 das offiziell als „Güterverkehrszentrum Burghausen“ bezeichnete Terminal für den kombinierten Verkehr (KV-Terminal). Für die acht Hektar Güterumschlags- und Gleisfläche sowie die vier Hektar Servicebereich haben bereits die ersten Erdarbeiten begonnen.

In Betrieb gehen soll das Terminal Ende 2013 bis Anfang 2014. Laut Bürgermeister Steindl wird das Güterverkehrszentrum in zwei Phasen errichtet: Im ersten Abschnitt wird es mit einer Jahres-Kapazität von über 40.000 Hüben Container von Lkw auf die Schiene umladen. Der Umschlagplatz kann damit bereits von Unternehmen bzw. Speditionen aus einem Umkreis von bis zu 40 km genützt werden.

Güterverkehr umweltfreundlich auf Schiene bringen

Eine Zielsetzung des KV-Terminals Burghausen ist es, möglichst viel Güterverkehr umweltfreundlich und kosteneffizient auf die Schiene zu bringen. Nach der zweiten Ausbauphase, für die bereits Erweiterungsflächen mit eingeplant sind, wird das Terminal dann rund 1.000 Züge pro Jahr (maximal vier Züge pro Tag) oder maximal 72.000 Container-Hübe leisten. „Das Salzburger und das Burghauser Terminal werden damit die Hauptterminals für den kombinierten Verkehr in der Wirtschaftsregion Südostbayern und Land Salzburg.“

Hinsichtlich des derzeit erfolgenden Ausbaus und der Modernisierung der Hafenterminal-Kapazitäten in Venedig, Triest und Koper für den verstärkten Container-Umschlag aus Asien würden die Terminals in Salzburg und Burghausen durch ihre Lage langfristig noch mehr an Bedeutung gewinnen. „Die Güterverkehrszentren liegen dann direkt in der Mitte zwischen der Süd-Schienenverbindung und der Nord-Schiene Richtung Hamburg/Rotterdam.“ Das Burghauser KV-Terminal habe damit eine weitere nachhaltige wirtschaftliche Perspektive.

Vier Terminalbetreiber in der engeren Auswahl

Zur Verbesserung des Logistikstandards forcieren die Stadt Burghausen und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Burghausen mbH seit dem Jahr 2004/2005 die Errichtung eines öffentlichen Güterverkehrszentrums für den kombinierten Verkehr. Realisiert wird dieses Vorhaben durch ein regionales Investoren-Konsortium, das sich bestehend aus Stadt Burghausen, Landkreis Altötting, VR – meine Raiffeisenbank eG Altötting-Mühldorf, Wacker Chemie AG und Borealis Polymere GmbH vor rund einem Jahr als „RegioInvest Inn-Salzach GmbH“ gegründet hat. Die RegioInvest Inn-Salzach GmbH mit Geschäftsführer Anton Steinberger erfüllt dabei auch öffentliche Aufgaben im Sinne der Optimierung der bestehenden Infrastruktur. Für die Verpachtung des Güterverkehrszentrums an eine Betreibergesellschaft wurde bereits eine Ausschreibung vorgenommen, vier Bewerber sind in der engeren Auswahl.

3-spuriger B20-Ausbau in Sichtweite

Der Landrat des Landkreises Altötting, Erwin Schneider, bezeichnete den Spatenstich als „schönen Tag für die Infrastruktur“ und unterstrich die Nachhaltigkeit der Maßnahme, von der nachkommende Generationen noch profitieren würden. Straßenbaudirektor Sebald König gab eine weitere positive Botschaft für die Infrastruktur-Verbesserung bekannt: Für den dreispurigen Ausbau der B 20 zwischen Burghausen und Marktl als wichtigem Zubringer für das KV-Terminal und das Burghauser Industriegebiet sei der Vorentwurf genehmigt, 2013 werde das Staatliche Bauamt „engagiert in die Planung einsteigen“.

Pressemitteilung Wirtschaftsförderungsgesellschaft Burghausen mbH

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